Trainersuche – ein Kommentar

Nach der Dominotheorie oder der Salamitaktik lichten sich die Reihen der Kandidaten oder derer die es gern sein würden. Zunächst sagte Michael Laudrup ab. Es folgte Morten Olsen. Danach erklärte Herr Jarchow, dass Lothar Matthäus nicht in Betracht gezogen werde. Bernd Schuster hat sich durch sein öffentliches Interesse im Doppelpass selbst aus der Kandidatenliste gestrichen. Und jetzt ist einem der Favoriten – Huub Stevens – von Herrn Arnesen mitgeteilt worden, dass der HSV ihn nicht mehr zu seinen Kandidaten zählt. Die Begründung zielt darauf ab, dass der neue Trainer zu 100 Prozent beim HSV sein müsse.

Ich finde diese Entscheidung aufgrund der von Stevens parallel geführten Gespräche mit Schalke 04 nur konsequent. Der Vorstand unter Leitung von Jarchow hat am alten Vorstand kritisiert, dass Spieler nur verpflichtet wurden um sie dann möglichst teurer wieder verkaufen zu können. Dadurch sei schließlich keine Identifikation mit HSV seitens der Spieler entstanden bzw. möglich gewesen. Aus meiner Sicht muss das erst Recht für den Trainer und alle anderen Vorgesetzten gelten. Identifikation entsteht aus verschiedensten Faktoren wie z. B. dem Vorleben der Vorgesetzten im Verein, der angemessenen Ansprache, einer fairen Behandlung und natürlich sportlichen Erfolg sowohl der Mannschaft als Ganzen und auch dem persönlichen Erfolg (Einsatzzeiten). Der Trainer ist diejenige Person, die den engsten Kontakt zu den Spielern hat und für die vorgenannten Dinge sorgen soll, ja muss. Wenn die Vertragsgespräche schon von solchen Nebengeräuschen begleitet werden, wird es für den Trainer ungleich schwerer bis nicht mehr einlösbar die o. g. Inhalte vorzuleben.

Wer bleibt noch als Kandidat? Die Nr. 1 könnte jetzt Marco van Basten sein. Allerdings entspricht Louis van Gaal deutlich eher einer gestandenen Trainerpersönlichkeit. Außerdem hat er den Vorteil im Gegensatz zu van Basten die Liga gut zu kennen. Aus dem Bereich ehemaliger erfolgreicher HSV – Spieler sind zumindest bei den Fans Horst Hrubesch und Thomas von Heesen im Gespräch. In wie weit sie wollen oder auch dafür freigestellt würden ist völlig offen. Es könnte aber auch noch durch Frank Arnesen eine Überraschung geben, einen Mister X.

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2 Antworten zu “Trainersuche – ein Kommentar

  1. Christian Maaß 26. September 2011 um 08:33

    Ich finde die Entscheidung vom HSV absolut nicht konsequent sondern völlig überzogen! Solange kein Vertrag unterzeichnet ist und solange keine Einigung erzielt wurde, wäre es fahrlässig, sich keine anderen Angebote anzuhören.
    Auch finde ich die Aussage, dass der neue Trainer zu 100% zum HSV will etwas „scheinheilig“… Oder wie passt die Aussage von Arnesen dazu, dass er auch einen Trainer aus seinen Vertrag rauskaufen würde! Dieser Trainer wird doch bis zu seiner Vertragsauflösung auch alles für seinen Arbeitgeber tun… Langsam wird die Trainersuche wieder zur Farce und erinnert mich an die wenig glorreichen Zeiten aus der jüngsten Vergangenheit…
    Schade für so einen schlafenden Riesen!!!
    Trotzdem! 1887% NUR DER H S V !!!

  2. Mario Kielgas 26. September 2011 um 07:53

    Ich dafür das wr es mit Cardoso versuchen, er hat kein Trainerschein dafür könnte man ein hollen und daneben setzen. wenn er die Mannschaft erreicht warum nicht.
    Ich würde jetzt das Schalke spiel abwarten.

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