Monatsarchive: Oktober 2011

Gegen 11 Lauterer und den Schiri

Leider half heute  nicht die zahlenmäßige Überlegenheit des „12. Mannes“ die 12 Lauterer plus drei Einwechselspieler zu schlagen. Zu einig waren sich Bordeauxrot und Gelb/Schwarz. Was sich heute in der Volksparkarena abgespielt hat, hat für den HSV tragische Konsequenzen. Aber der Reihe nach.

22. Minute: Bis hierher hatten die Pfälzer gute Einschussmöglichkeiten denen keine des HSV gegenüber stand. In dieser 22. Minute spielten die Roten Teufel einen öffnenden Pass auf ihre rechte Angriffsseite zu Tiffert, der mit Ball zielstrebig und schnell unterwegs war in Richtung auf die Grundlinie. Die Spielsituation richtig erfassend sprintete Rajkovic in den Laufweg von Tiffert und seinen Körpermit samt ausgefahrenem rechten Ellenbogen in den Laufweg von Tiffert. Dieser lief mit voller Geschwindigkeit auf Rajkovic auf. Dabei bekam er unglücklich den Ellenbogen von Rajkovic etwas oberhalb der Augenbraue ab. Es gab eine Platzwunde die mit einigen Stichen am Spielfeldrand genäht wurde. Tiffert konnte danach wieder voll mitwirken. Während Rajkovic ob seiner Abwehraktion zum Duschen geschickt wurde. Rot.  Klar, ganz sicher hat Rajkovic Foul gespielt. Auch klar, dass es ein sehr hartes einsteigen war, ebenso wie der Ellenbogen schon sehr hoch war. Aber, er hat ihn nicht zum schlagen eingesetzt sondern wollte sich vor dem zu erwartenden Aufprall Tifferts schützen. Tiffert hat es nach Spielschluss so ähnlich geschildert und empfand es als „gar nicht so schlimm“. Nach Ansicht von Thorsten Fink und Frank Arnesen war es gelb.

Doch der geschwächte HSV wehrte sich. Zwar gab es eine ganze Weile größere Unordnung im Defensivverhalten, aber es passierte nichts Zählbares für die Gäste. Bis zur 38. Minute. Der HSV hatte in dieser 38. Minute gerade ausgewechselt. Für Markus Berg kam Dennis Diekmeier. Westermann rückte auf die freie Position in der Innenverteidigung und Diekmeier agierte als rechter Außenverteidiger. Der HSV spielte ab da ein 4 – 4 – 1 System. Der Wechsel erfolgte unmittelbar vor einem Lauterer Einwurf. Die neue Ordnung griff nicht sofort und die Lauterer spielten ihren Angriff geschickt und gekonnt aus, so dass de Wit nach einem Rückpass aus dem Strafraum völlig freistehend unhaltbar für Drobny in den rechten oberen Winkel einschießen konnte. Zu Jaroslav Drobny noch ein Wort. Er hat heute mehrfach glänzend pariert und ist meiner Ansicht nach in den letzten drei/vierSpielen zu einem wirklichen Rückhalt geworden.

Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Zweimal verhinderte Trapp den Ausgleich. Zuerst in der 41. und dann noch in der 43. Minute nach guten Schussmöglichkeiten von Jansen und Guerrero.

Nach dem Seitenwechsel hatten die Gäste die erste Gelegenheit und weckten damit unseren HSV. Der Druck auf das gegnerische Tor wuchs minütlich an. In der 58. Minute lagen sich die Fans das erste Mal in den Armen. Guerrero hatte ein hohes Anspiel an der Strafraumgrenze mit der Brust angenommen lief noch ein paar Schritte und vollstreckte, sehr zur Freude aller Hamburger. Aber, der Schiedsrichter wollte ein Handspiel Guerreros gesehen haben und gab den Treffer nicht. Die Fernsehbilder belegen eindeutig: eine Fehlentscheidung.

Doch der seit der 22. Minute in Unterzahl spielende HSV legte noch eine Schippe drauf und begann das Spiel in Unterzahl zu dominieren. Den Lohn für den großen Aufwand gab es in der 65. Minute als sich Gökhan Töre auf der rechten Außenbahn mit einer feinen Leistung gegen die Lauterer Verteidiger durchsetzte und eine Flanke auf den Kopf von Guerrero zirkelte, dass dieser dem hereinfliegenden Ball entgegenlaufend platziert und wuchtig unter den Querbalken in die Maschen des Lauterer Tores setzte. Kollektive Erleichterung im Rund. Endlich etwas Zählbares für diese großartige kämpferische und läuferische Leistung. Und der HSV setzte nach, war noch nicht zufrieden. Es war deutlich spürbar, dass sie jetzt auch den Sieg wollten. Doch leider reichte es nicht mehr dazu, sich noch einmal entscheidend durchzusetzen. Gegen Ende der Partie ließen die Kräfte ein wenig nach und so hatten die Gäste in der 88. Minute die letzte Chance des Spiels.

Als in der 81. Minute Gökhan Töre entkräftet und von Krämpfen geplagt von Zhi Gin Lam ersetzt wurde gab es für Gökhan stehende Ovationen. Und dies völlig zu recht. Hervorzuheben ist heute als allererstes und auch einziges, die großartige Mannschaftsleistung. Alle sind für einander gerannt, haben füreinander gekämpft und waren füreinander da. Die Mannschaft und das ist das Verdienst von Thorsten Fink hat sich nicht aufgegeben nach Platzverweis und Rückstand, sondern hat sich gezeigt, hat sich großartig gewehrt. Gefühlt war es heute ein Sieg. Wenn es auch keine drei Punkte gab, diese Mannschaft ist heute noch ein ganzes Stück enger zusammengerückt. Das könnte für die noch lange Saison ein großer Pluspunkt werden.

Das Spiel:

Hamburger SV: Drobny, Westermann, Bruma, Rajkovic, Aogo, Rincon, Kacar (83.Tesche), Töre (81.Lam), Jansen, Berg (38.Diekmeier), Guerrero

FC Kaiserslautern: Trapp – Dick, Amedick, Abel, Bugera – Sahan (67.Sukuta-Pasu), De Wit (75.Shechter), Kirch, Tiffert – Fortounis (90.Petsos), Kouemaha

Tore: 0:1 De Wit (38.), 1:1 Guerrero (65.)

Zuschauer: 55.348

Schiedsrichter: Markus Schmidt (Stuttgart)

Gelbe Karten: Westermann, Diekmeier / Kouemaha

Gelb-Rote Karten: – / –

Rote Karten: Rajkovic (22.) / –

Statistik:

Torschüsse:                     17 : 13

Ecken:                              4 :   3

Kilometer:               107,2 : 117,1

Fouls:                              18 : 20

Ballbesitz:                        50 : 50

 

Dann ist heute das DFB-Pokal Achtelfinale 2011/2012 mit folgenden Partien ausgelost worden. Die Spiele finden am 20. Und 21. Dezember 2011 statt.

VfB Stuttgart vs. Hamburger SV

1899 Hoffenheim vs. FC Augsburg

Hertha BSC vs. FC Kaiserslautern

Bor. Mönchengladbach vs. Schalke 04

VfL Bochum vs. Bayern München

Holstein Kiel vs. Mainz 05

Fortuna Düsseldorf vs. Bor. Dortmund

FC Nürnberg vs. SpVgg. Greuther Fürth

Die Frauenmannschaft unseres HSV ist heute schon mit einem 2 : 0 Sieg beim SC Freiburg in das Viertelfinale eingezogen. Noch eine Runde weiter ist unsere U 19, die ist schon im Halbfinale steht. Überhaupt die U 19. Sie spielt so gut wie lange keine U – Mannschaft des HSV. Am gestrigen Sonntag gewann sie mit 1 : 3 bei Werder Bremen. Achtes Ligaspiel, achter Sieg, 24 Punkte und sieben (!) Punkte Vorsprung auf den Zweiten. Herzlichen Glückwunsch an die Mannschaft und Trainer Otto Addo zu dieser herausragenden Momentaufnahme.

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Die „Roten Teufel“ in den Himmel schicken

Es kann wohl kaum etwas schlimmeres für Teufel geben als in den Himmel geschickt zu werden, fühlen sich doch nach landläufiger Meinung in der Hölle am wohlsten. Wir HSVer haben es jedenfalls verdient keinen 226. Tag ohne Heimerfolg dazu stehen. Mit einem Heimsieg würde dieses vermieden und die Mannschaft könnte Thorsten Fink ein nachträgliches Geburtstaggeschenk präsentieren. Sie sollte es auch, denn der Trainer ist wie man überall lesen kann bei ihr sehr beliebt.

Herzlichen Glückwunsch und alles Gute Zum Geburtstag auch von dieser Stelle Thorsten Fink. Dazu drei Punkte am Sonntag und fertig ist ein gelungenes Wochenende mit abschließenden Fernsehauftritt im Sportclub bei N3.

Außerdem steht am Sonntag ein Jubiläum an. Dennis Aogo feiert sein 100. Bundesligaspiel. Alle für den HSV. Herzlichen Glückwunsch, Dennis Aogo.

Wie sind denn die Vorzeichen für einen weiteren erfolgreichen Auftritt mit Thorsten Fink? Als erstes gilt es leider zu vermelden – was hinlänglich bekannt ist – dass Mladen Petric, unser treffsicherste Spieler in dieser Saison mit einem Muskelfaserriss ausfällt. Voraussichtlich vier Wochen. Bei Thomas Rincon steht noch ein kleines Fragezeichen hinter seinem Einsatz. Die Narbe einer alten Muskelverletzung (Faserriss) machte in dieser Woche eine Teilnahme am Mannschaftstraining nicht möglich. Nach eigener Aussage geht es ihm aber schon deutlich besser und er will am Sonnabend am Abschlusstraining teilnehmen und dann wohl auch spielen.

Wer wird Petric im Sturm ersetzen? Als sicher gilt die Aufstellung von Paolo Guerrero. Daneben könnten sowohl Heung Min Son als auch Markus Berg spielen. Laut Presseberichten stand in dieser Woche bei den Trainingspielen Berg in der A – Mannschaft. Trainer Fink machte seine endgültige Nominierung von seinem Bauchgefühl abhängig, zumindest offiziell. Interessant auch was Scholz vom „Abendblatt“ in „Matz ab“ schrieb: „Marcus Berg ist in meinen Augen – das habe ich hier auch schon deutlich formuliert – ein Knipser. Hat er die Chance vor dem Tor, trifft er (häufiger als andere). Beim spielerisch starken und alle Gegner dominierenden FC Bayern hätte der Schwede vielleicht schon jetzt seine sechs bis zehn Saisontreffer erzielt. Und das ist eine Qualität, die ich dem wesentlich spielstärkeren Paolo Guerrero nicht annähernd so bescheinigen würde. Allerdings muss man sich auch immer im Klaren darüber sein, dass Berg für Kombinationsfußball eher nicht geeignet ist. Berg muss man da einsetzen, wo er seine Stärken hat – im gegnerischen Strafraum. Er kann und darf – das ist meine subjektive Meinung – nur das letzte Glied in einer Kette sein. Er muss der sein, der den finalen Pass verwertet.“ Soweit das Zitat. Wenn ich mich an die U 21 Europameisterschaften 2009 erinnere, bei der er bekanntlich Torschützenkönig geworden ist, hatte er dort auch keine andere Rolle als die oben beschriebene. So spielte er wohl auch in der Saison 2008/2009 für den FC Groningen als er 17 Ligatore und 7 Assists erzielte. Insgesamt erzielte er in jener Saison einschließlich internationaler Vereinswettbewerbe und U 21 EM 35 Tore in 52 Spielen. Diese Werte finde ich auch heute noch gut.

Statistik

Gegen keine andere Mannschaft feierte der HSV in der Bundesliga zu Hause mehr Siege als gegen Kaiserslautern (30, wie gegen Eintracht Frankfurt).

Vorsaison: 2:1. Der HSV gewann die letzten 5 BL-Heimspiele gegen Lautern, wartet aber seit 9 Heimspielen auf einen Sieg. Insgesamt: 86 Spiele, 39 Siege, 27 Niederlagen 20 Remis.

Seit 7 Jahren hat der FCK zuletzt keine Partie gegen uns HSVer siegreich gestalten können. Am 18.09.2004 setzten sich die Roten Teufel auf dem Betzenberg mit 2-1 durch. Seitdem gab es 4 Niederlagen und 1 Unentschieden. Beim HSV gab es den letzten Erfolg für den FCK am 18. August 2001: 3-2

Kein anderes BL-Team ging so selten in Führung wie Hamburg und Kaiserslautern (je 4-mal).

Die Rothosen hielten in dieser Saison als einziges BL-Team noch nicht die Null. Kaiserslautern blieb am letzten Spieltag gegen Freiburg (1-0) erstmals in dieser BL-Saison ohne Gegentor.

Nur 8 Punkte stehen nach 10 Spielen für den HSV zu Buche – weniger waren es bei den Rothosen nur in der BL-Saison 1972/73 (damals umgerechnet 6). Am Saisonende landete der HSV auf Platz 14.

Spielinfos

Schiedsrichter: Schmidt (Stuttgart)

Assistenten: Voss (Großhansdorf), Borsch (Mönchengladbach)

Vierter Schiedsrichter: Metzen (Mechernich)

So könnten sie spielen:

Hamburger SV: Drobny – Diekmeier, Westermann, Bruma, Aogo – Rincon, Kacar – Töre, Jansen – Berg, Guerrero

Für den Kader stehen bereit: Mickel, Mancienne, Jarolim, Lam, Tesche, Son, Rajkovic, Skjelbred, Sala

Nicht dabei: Petric (Muskelfaserriss), Ilicevic (Muskelfaserriss), Castelen (Trainingsrückstand nach Knieproblemen), Neuhaus, Bertram, Besic, Behrens, Ingreso, Nagy, Sowah, Sternberg (alle HSV II), Stepanek (Trainingsrückstand), Arslan (Reha nach Knöchel-Op),

Trainer: Thorsten Fink

1. FC Kaiserslautern: Trapp – Dick, Amedick, Rodnei, Bugera – Sahan, De Wit, Kirch, Tiffert – Shechter, Kouemaha

Weitere Kaderspieler: Sippel (Tor), Abel, Jessen, Lucas, Orban, Bilek, Fortounis, Petsos, Vermouth, Walch, Micanski, Nemec, Sukuta-Pasu

Es fehlen: Knaller, Heintz, Simunek, Amri, Rivic, Derstroff, Zellner

Trainer: Marco Kurz

In diesem Sinn: Nur die Dominanz! Nur der Heimsieg! Nur der HSV!

Danke Dennis Aogo

Dank eines Traumtores von Dennis Aogo in der 110. Minute, der 20 Minute der Verlängerung konnte sich unser HSV letztlich äußerst glücklich gegen sehr starke Trierer durchsetzen.

Eine erste Halbzeit des HSV die in das Gruselkabinet gehört. Schon in der neunten Minute das 1 : 0 für die Trierer durch Kulabas auf Vorarbeit von Kuduzovic. Aber wie kam das Tor zustande? Kuduzovic setzt sich etwas glücklich (War der Ball im Aus?) gegen Mancienne durch. Der reklamiert statt weiter zu spielen. Nächster Gegenspieler Rajkovic der die Flanke nicht verhindert und einfach nur schlecht aussieht. Der Ball kommt flach zum mitgelaufenen Kulabas, der dank der Nachlässigkeit von Jarolim keine Mühe hat den Ball ins Tor zu befördern. Jarolim lief seinem Gegenspieler nur hinterher. So geht es nicht. Es fehlt bisher die Einstellung für einen echten Pokalfight gegen einen super motivierten und gut eingestellten Gegner. Zwar hatte der HSV in der ersten Hälfte deutlich mehr Ballbesitz aber Chancen für den HSV glatte Fehlanzeige.

Zur Halbzeit wechselt der HSV Guerrero und Skjelbred für Mancienne und Jarolim ein. Beide mit nicht akzeptablen Leistungen. In der 45. Minute wechselte Trier bereits Zittau für Pagenburg ein.

In der zweiten Halbzeit hat der HSV neben einer verbesserten Körpersprache und Präsenz deutliche Feldvorteile, aber die Trierer erspielen sich die besseren Chancen in den Minuten 56, 58 und 60. In der 58. Minute verhinderte Skjelbred eine gute Einschussmöglichkeit und klärte zur Ecke für Trier. Indirekt daraus resultierend die Chance für Trier in der 60. Minute die Jaroslav Drobny gegen Kulabas gut vereitelte. Mal von der Kopfballchance von Westermann nach einer Aogo Ecke, die er knapp rechts neben das Trierer Gehäuse setzte waren keine wirklich guten HSV – Chancen zu verzeichnen.

Trotz der großen Feldüberlegenheit fiel für mich der Ausgleich überraschend. Skjelbred wurde auf der rechten Außenbahn bedient und dieser flankte umgehend und sehr präzise auf Markus Berg dessen Kopfball unhaltbar für den sonst sehr guten Trierer Keeper Poggenborg einschlug. Pure Erleichterung nach diesem Ausgleich. Der HSV setzte nun sein Spiel unbeirrt fort, musste aber auch ständig auf Trierer Konter achtgeben. In der 90. Minute verpassten Son und Guerrero eine Hereingabe in den Trierer Strafraum. Abpfiff. Verlängerung! Kurz vor dem Spiel hatte ich noch eine einzige mahnende Stimme gelesen. Sinngemäß: Wir haben da noch nicht gewonnen. Was wenn wir dort verlieren? Sollte diese Stimme am Ende recht behalten? Denkbar war es.

Die Verlängerung begann mit einer Großchance der Trierer in der 91. Minute. Danach bis zur 102. Minute das bekannte Spiel. Der HSV große Feldvorteile kann diese aber nicht in Chancen umsetzen, geschweige denn in Tore. Dafür sind die Trierer bei ihren seltenen offensiven Aktionen gefährlich. 102 Minute wieder eine Chance für die Trierer Eintracht. Einerseits die Gedanken wenn das mal gut geht, andererseits hoffentlich rächt sich die schlechte Chancenverwertung der Trierer.

Zur Halbzeit der Verlängerung ist alles offen. Nichts ist entschieden.

Es sind 8 Minuten in der zweiten Hälfte der Verlängerung gespielt als der HSV einen Freistoß zugesprochen bekommt. Ein Trierer hatte Guerrero zentral, leicht nach rechts versetzt, ca. 20 m vor dem Tor gefoult. Ein berechtigter Freistoß. Es dauert eine Weile bis die Mauer einigermaßen korrekt steht, Aogo hat sich den Ball zurechtgelegt. Nimmt einige Schritte Anlauf und schlenzt den Ball vom Schützen aus gesehen in den Linken oberen Torwinkel. Klasse! Ein Traumtor! Super endlich hat es bei Dennis Aogo mit einem direkten Freistoßtor geklappt. Und ehrlich, es hätte keinen besseren Zeitpunkt dafür geben können. Leichte Entspannung, aber noch sind zehn Minuten zu spielen. Die Trierer werden ein wenig offensiver, können aber keine wirkliche Torchance mehr kreieren. Dafür hat der HSV noch zwei starke Szenen. Beide durch Guerrero. In der 113. Minute setzt er einen Schuß freistehend vor dem Trierer Tor eher in den Nachthimmel. Kuruz vor Schluß zeigt er noch ein starkes Solo. Guerrero spielt drei Trier aus und zirkelt den Ball fast von der Grundlinie aus auf das kurze untere Eck, aber der Trierer Torhüter Poggenborg ist erneut zur Stelle und kann mit seiner linken Faust den Ball zur Ecke abwehren. Die Zeit läuft jetzt eindeutig für unseren HSV. Schließlich passiert nichts mehr und der HSV ist meiner Meinung nach ein äußerst glücklicher Gewinner.

Am Ende ist es egal wie. Es war alle Mal spannend, gewiss nicht immer schön anzusehen. Dominanz wurde erreicht, aber kaum Chancen daraus gemacht. Wie in der Bundesliga, so ist es auch im Pokal: der HSV ist bei Standards gefährlich und weiß dann auch Kapital daraus zu schlagen. Heute ca. 500.000 € und den Einzug in die nächste Runde und weitere Mehreinnahmen. Diese tun dem HSV sicherlich gut und es bleibt eine Chance erhalten vielleicht in der nächsten Saison international spielen zu können. Bis dahin sind noch vier Siege nötig.

Statistik:

Aufstellungen:

SV Eintracht Trier: Poggenborg, Cozza, Stang, Herzig, Drescher, Karikari, Kraus, Kuduzovic, Abelski, Pagenburg, Kulabas

Reservebank: Lengsfeld (Tor), Zittlau, Hauswald, Knartz, Gouiffe à Goufan, Asma, Pollok

Trainer: Seitz

HSV: Drobny, Westermann, Mancienne, Rajkovic, Aogo, Diekmeier, Jarolim, Tesche, Lam, Son, Berg

Reservebank: Mickel (Tor), Bruma, Sala, Rincon, Jansen, Skjelbred, Guerrero

Trainer: Fink

Tore: 1 : 0 (9. Min.) Kulabas(Kuduzovic), 1 : 1 (63. Min.) Berg (Skjelbred), 1 : 2 (110. Min.) Aogo (Freistoß)

Gelbe Karten: 28. Min. Jarolim, 59. Min. Abelski, 65. Karikari, 87. Berg, 90. Min. Drescher,

Wechsel: Zittau für Pagenburg (45.Min.), Skjelbred für Jarolim und Guerrero für Mancienne (46. Minute), 72. Min. Gouiffe à Goufan für Abelski, 106. Min. Knartz für Kraus, 117. Min. Rincon für Son

Schiedsrichter: Robert Hartmann (Wangen)

Zuschauer: 10256 (ausverkauft)

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