Danke Dennis Aogo

Dank eines Traumtores von Dennis Aogo in der 110. Minute, der 20 Minute der Verlängerung konnte sich unser HSV letztlich äußerst glücklich gegen sehr starke Trierer durchsetzen.

Eine erste Halbzeit des HSV die in das Gruselkabinet gehört. Schon in der neunten Minute das 1 : 0 für die Trierer durch Kulabas auf Vorarbeit von Kuduzovic. Aber wie kam das Tor zustande? Kuduzovic setzt sich etwas glücklich (War der Ball im Aus?) gegen Mancienne durch. Der reklamiert statt weiter zu spielen. Nächster Gegenspieler Rajkovic der die Flanke nicht verhindert und einfach nur schlecht aussieht. Der Ball kommt flach zum mitgelaufenen Kulabas, der dank der Nachlässigkeit von Jarolim keine Mühe hat den Ball ins Tor zu befördern. Jarolim lief seinem Gegenspieler nur hinterher. So geht es nicht. Es fehlt bisher die Einstellung für einen echten Pokalfight gegen einen super motivierten und gut eingestellten Gegner. Zwar hatte der HSV in der ersten Hälfte deutlich mehr Ballbesitz aber Chancen für den HSV glatte Fehlanzeige.

Zur Halbzeit wechselt der HSV Guerrero und Skjelbred für Mancienne und Jarolim ein. Beide mit nicht akzeptablen Leistungen. In der 45. Minute wechselte Trier bereits Zittau für Pagenburg ein.

In der zweiten Halbzeit hat der HSV neben einer verbesserten Körpersprache und Präsenz deutliche Feldvorteile, aber die Trierer erspielen sich die besseren Chancen in den Minuten 56, 58 und 60. In der 58. Minute verhinderte Skjelbred eine gute Einschussmöglichkeit und klärte zur Ecke für Trier. Indirekt daraus resultierend die Chance für Trier in der 60. Minute die Jaroslav Drobny gegen Kulabas gut vereitelte. Mal von der Kopfballchance von Westermann nach einer Aogo Ecke, die er knapp rechts neben das Trierer Gehäuse setzte waren keine wirklich guten HSV – Chancen zu verzeichnen.

Trotz der großen Feldüberlegenheit fiel für mich der Ausgleich überraschend. Skjelbred wurde auf der rechten Außenbahn bedient und dieser flankte umgehend und sehr präzise auf Markus Berg dessen Kopfball unhaltbar für den sonst sehr guten Trierer Keeper Poggenborg einschlug. Pure Erleichterung nach diesem Ausgleich. Der HSV setzte nun sein Spiel unbeirrt fort, musste aber auch ständig auf Trierer Konter achtgeben. In der 90. Minute verpassten Son und Guerrero eine Hereingabe in den Trierer Strafraum. Abpfiff. Verlängerung! Kurz vor dem Spiel hatte ich noch eine einzige mahnende Stimme gelesen. Sinngemäß: Wir haben da noch nicht gewonnen. Was wenn wir dort verlieren? Sollte diese Stimme am Ende recht behalten? Denkbar war es.

Die Verlängerung begann mit einer Großchance der Trierer in der 91. Minute. Danach bis zur 102. Minute das bekannte Spiel. Der HSV große Feldvorteile kann diese aber nicht in Chancen umsetzen, geschweige denn in Tore. Dafür sind die Trierer bei ihren seltenen offensiven Aktionen gefährlich. 102 Minute wieder eine Chance für die Trierer Eintracht. Einerseits die Gedanken wenn das mal gut geht, andererseits hoffentlich rächt sich die schlechte Chancenverwertung der Trierer.

Zur Halbzeit der Verlängerung ist alles offen. Nichts ist entschieden.

Es sind 8 Minuten in der zweiten Hälfte der Verlängerung gespielt als der HSV einen Freistoß zugesprochen bekommt. Ein Trierer hatte Guerrero zentral, leicht nach rechts versetzt, ca. 20 m vor dem Tor gefoult. Ein berechtigter Freistoß. Es dauert eine Weile bis die Mauer einigermaßen korrekt steht, Aogo hat sich den Ball zurechtgelegt. Nimmt einige Schritte Anlauf und schlenzt den Ball vom Schützen aus gesehen in den Linken oberen Torwinkel. Klasse! Ein Traumtor! Super endlich hat es bei Dennis Aogo mit einem direkten Freistoßtor geklappt. Und ehrlich, es hätte keinen besseren Zeitpunkt dafür geben können. Leichte Entspannung, aber noch sind zehn Minuten zu spielen. Die Trierer werden ein wenig offensiver, können aber keine wirkliche Torchance mehr kreieren. Dafür hat der HSV noch zwei starke Szenen. Beide durch Guerrero. In der 113. Minute setzt er einen Schuß freistehend vor dem Trierer Tor eher in den Nachthimmel. Kuruz vor Schluß zeigt er noch ein starkes Solo. Guerrero spielt drei Trier aus und zirkelt den Ball fast von der Grundlinie aus auf das kurze untere Eck, aber der Trierer Torhüter Poggenborg ist erneut zur Stelle und kann mit seiner linken Faust den Ball zur Ecke abwehren. Die Zeit läuft jetzt eindeutig für unseren HSV. Schließlich passiert nichts mehr und der HSV ist meiner Meinung nach ein äußerst glücklicher Gewinner.

Am Ende ist es egal wie. Es war alle Mal spannend, gewiss nicht immer schön anzusehen. Dominanz wurde erreicht, aber kaum Chancen daraus gemacht. Wie in der Bundesliga, so ist es auch im Pokal: der HSV ist bei Standards gefährlich und weiß dann auch Kapital daraus zu schlagen. Heute ca. 500.000 € und den Einzug in die nächste Runde und weitere Mehreinnahmen. Diese tun dem HSV sicherlich gut und es bleibt eine Chance erhalten vielleicht in der nächsten Saison international spielen zu können. Bis dahin sind noch vier Siege nötig.

Statistik:

Aufstellungen:

SV Eintracht Trier: Poggenborg, Cozza, Stang, Herzig, Drescher, Karikari, Kraus, Kuduzovic, Abelski, Pagenburg, Kulabas

Reservebank: Lengsfeld (Tor), Zittlau, Hauswald, Knartz, Gouiffe à Goufan, Asma, Pollok

Trainer: Seitz

HSV: Drobny, Westermann, Mancienne, Rajkovic, Aogo, Diekmeier, Jarolim, Tesche, Lam, Son, Berg

Reservebank: Mickel (Tor), Bruma, Sala, Rincon, Jansen, Skjelbred, Guerrero

Trainer: Fink

Tore: 1 : 0 (9. Min.) Kulabas(Kuduzovic), 1 : 1 (63. Min.) Berg (Skjelbred), 1 : 2 (110. Min.) Aogo (Freistoß)

Gelbe Karten: 28. Min. Jarolim, 59. Min. Abelski, 65. Karikari, 87. Berg, 90. Min. Drescher,

Wechsel: Zittau für Pagenburg (45.Min.), Skjelbred für Jarolim und Guerrero für Mancienne (46. Minute), 72. Min. Gouiffe à Goufan für Abelski, 106. Min. Knartz für Kraus, 117. Min. Rincon für Son

Schiedsrichter: Robert Hartmann (Wangen)

Zuschauer: 10256 (ausverkauft)

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