Monatsarchive: Januar 2012

De Äppel sün to Hus!

Da kommt Freude auf und Erleichterung stellt sich ein nach dem unter dem Strich eventuell etwas glücklichen Auswärtssieg bei Hertha BSC Berlin. Dieses Ergebnis macht den Unterschied zur Hinrunde deutlich. Nach den ersten sechs Spielen ein Pünktchen, jetzt drei Punkte. Wie wichtig diese drei Punkte sind kann man schon heute am Tabellenplatz (11. Stand 28.01.2012/18.09 – Mainz spielt morgen noch gegen Freiburg) erkennen. Nur Köln kann im Falle eines Remis oder Sieges im Heimspiel gegen Schalke noch vorbei ziehen.

Nach langer Startelfabstinenz war David Jarolim heute Partner von Thomas Rincon und Jacopo Sala feierte sein Startelfdebüt in der Bundesliga für den HSV. Vor 49.168 Zuschauern zeigte der HSV in der ersten Halbzeit – gegen allerdings schwache Berliner – eine Leistung bei der man nicht das Gefühl hatte, dieses Spiel verlieren zu können. Bei sechs eigenen Torschüssen hatten gerade einen einzigen in 45 Minuten zu verzeichnen. Die Mannschaft von Thorsten Fink strahlte zwar nicht gerade Souveränität aus, aber ihr gelang es Dominanz auf dem Platz zu praktizieren. Und das ist es schließlich was Fink von ihr sehen will.

Folgerichtig erzielte der HSV in der ersten Halbzeit auch die Führung durch Marcell Jansen. In der 25. Spielminute zog Dennis Diekmeier auf seiner rechten Außenbahn auf und davon, konnte auch vom Berliner Linksverteidiger Kobiashvili nicht entscheidend gestoppt werden und flankte mit Bedacht in den Berliner Strafraum. Guerrero verpasste die Hereingabe noch unglücklich, aber Marcell Jansen verwertete die gute Vorarbeit mit dem linken Innenrist unhaltbar für den Berliner Keeper Kraft. In der Folge wurden gute Möglichkeiten ausgelassen. Was Thorsten Finks Minenspiel nicht freundlicher werden ließ. Mladen Petric ließ den HSV dann noch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte ein zweites Mal jubeln. Guerrero setzte sich auf der linken Angriffsseite des HSV durch. Seine Flanke konnte Mijatovic gerade noch entschärfen jedoch verlor den Zweikampf mit Diekmeier der gefühlvoll und mit Übersicht von der Grundlinie das Leder in den Rücken der Berliner Abwehr spielte. Die Berliner Innenverteidiger schliefen tief und fest, so dass Mladen Petric keine Mühe hatte den Ball zum beruhigenden 2 : 0 Pausenstand ein zu köpfen.

Spielstatistik:

Halbzeit:

Hertha BSC    HSV

Torschüsse:    1    6

Ecken:    2    4

Abseits:    2    2

Fouls:    10    13

Ballbesitz in %:    44    56

Kilometer:    58,0    57,3

Nach der Pause kam Hertha mit Niemeyer für Torun, der bis dahin blass geblieben war. Im Verlauf der zweiten Halbzeit wurden die Berliner aktiver und hatten zunehmend mehr Ballbesitz. Der HSV verlor die Dominanz die er noch in Halbzeit eins ausgeübt hatte. Zum Leidwesen des Berliner Trainers Skibbe nutzten die Berliner ihre wenigen echten Torchancen bis zur 81. Minute nicht. Nach Flanke von Kobiashvili konnte Lasogga für die Gastgeber verkürzen. Nach diesem Anschlusstreffer intensivierten die Berliner ihre Bemühungen um noch zum Ausgleich zu kommen deutlich und hatten in der 84. Minute sowie in der Nachspielzeit (90. Minute + 3) zwei hochkarätige Chancen.

Der HSV hatte seinerseits Konterchancen, die leider wie alt bekannt nicht konsequent ausgespielt wurden und somit auch nicht in zählbares umgesetzt wurden. Trotz dieses Mankos kam erst nach dem Anschlusstreffer der Berliner bei mir die Sorge auf, dieses Spiel nicht zu gewinnen. Aber mit vereinten Kräften stemmt sich die HSV – Mannschaft gegen das drohende Remis beim Konkurrenten um den Nicht – Abstieg.

Gesamt:

Hertha BSC    HSV

Torschüsse:    16    11

Ecken:    6    7

Abseits:    4    3

Fouls:    18    29

Ballbesitz in %:    49    51

Kilometer:    118,1    114,4

Trotz aller Bemühungen der Berliner in Halbzeit zwei ist der HSV – Sieg unterm Strich verdient. Er sollte für die nötige Ruhe beim HSV in der Vorbereitung auf das schwere Heimspiel gegen die Münchner Bayern sorgen. Der Mannschaft sollte er Auftrieb und Selbstbewusstsein geben, damit wir auch am kommenden Wochenende wieder unsere Torhymne anstimmen können:

Klaun, klaun,
Äppel wüllt wi klaun,
ruck zuck övern Zaun,
Ein jeden aber kann dat nich,
denn he mutt ut Hamburg sien.

So haben sie gespielt:

Hertha: Kraft – Lell, Hubnik, Janker (22. Mijatovic), Kobiashvili – Ottl (76. Ronny), Lustenberger – Torun (46. Niemeyer), Ebert, Ramos – Lasogga. Trainer: Skibbe

Hamburg: Drobny – Diekmeier, Bruma, Westermann, Aogo – Rincon, Jarolim – Sala (90.+3 Son), Jansen (90.+1 Rajkovic) – Petric (85. Kacar), Guerrero. Trainer: Fink

Schiedsrichter: Winkmann (Kerken)

Tore: 0:1 Jansen (24.), 0:2 Petric (45.+1), 1:2 Lasogga (81.)

Gelbe Karten: 41. Min. Mijatovic (5. Gelbe Karte), 59. Min. Niemeyer (4.), 89. Min. Lell (5.), 90. Min. + 2 Rincon (4.)

Schiedsrichter: Winkmann (Kerken)

Der HSV hat Dominik Masek vom 1. FK Pribram verpflichtet

Der Hamburger SV hat sich mit dem 1.FK Pribram auf einen Wechsel des erst 16-jährigen Dominik Masek geeinigt. Das teilte der tschechische Club mit. Abhängig von dem noch ausstehenden Medizincheck soll der Transfer des Angreifers in der kommenden Woche vollzogen werden.

Name im Heimatland: Dominik Mašek, Geburtsdatum: 10.07.1995, Geburtsort: Pribram, Alter: 16, Nationalität: Tschechien, Position: Sturm, Marktwert: 400.000 €, Spielerberater: Berater ist bekannt (Spieler unter 18), Vertrag bis 30.06.2016

Nationalmannschaftskarriere

U 16:        7 Spiele/7 Tore
U 17        18 Spiele/ 7 Tore

Hat schon zwei Spiele in der Gambrinus Liga absolviert.

Äppel wüllt wie klau´n

Auf in die Hauptstadt, Punkte sammeln und mit vollen Taschen zurückkommen. Eine positive Reaktion auf die Blamage zeigen. Aber wird es beim Tabellennachbarn möglich sein? Aber vorher wird auch von dieser Seite Gojko Kacar zu seinem heutigen 25. Geburtstag auf das herzlichste gratuliert.

Beide Mannschaften stehen mit dem Rücken zur Wand. Mit 19 bzw. 20 Punkten stehen beide Teams nur 3 bzw. 4 Punkte von den Abstiegsplätzen entfernt. Eine Niederlage für einen der beiden Kontrahenten bedeutet bei gleichzeitigen Punktgewinnen der dahinter liegenden Mannschaften ein ähnlich spannendes zusammenrücken wie an der Tabellenspitze. Da sollte und muss sich der HSV raushalten. Dringend empfohlen. Ein Auswärtssieg in Berlin hätte die Gewissheit zur Folge, dass man schon zwei Punkte mehr hätte als nach sechs Spielen der Hinrunde. Die großen Fragezeichen sind aber: Wie hat die Mannschaft die Schlappe gegen Dortmund weggesteckt? Hat Trainer Fink es in den Einzelgesprächen geschafft herauszufinden woher die Mutlosigkeit kam? Konnte er die Spieler aufrichten? Die Antworten gibt es wie immer auf dem Platz und keinesfalls vorher, auch nicht in noch so wohlformulierten Sätzen auf einer Pressekonferenz.

Bisher hat die Mannschaft sich auswärts gut präsentiert – die Ausnahmen BVB und Bayern lasse ich bewusst unerwähnt. Denke ich doch vielmehr an die tollen Spiele in Leverkusen und bei Hannover 96. Wenn es die Mannschaft schafft eine vergleichbare Leistung abzurufen ist mir nicht bange vor den Berlinern mit unseren ehemaligen Spielern Torun und Ben Hatira. Allerdings brauchen unsere Jungs dann, ich schreib es mal Plattdütsch, een Moors in de Büchs. Und das ist nun mal das Gegenteil vom Dortmund – Spiel.

Im Moment hat der HSV keine größeren Verletzungssorgen. Bruma zwickt es an den Adduktoren, kann wohl voraussichtlich spielen, Ilicevic hat mit der Mannschaft trainiert, am Freitag fällt die Entscheidung ob er dabei ist. Gökhan Töre fällt leider wegen seines Meniskuseinrisses weiterhin aus. Markus Berg ist nach seiner Schulterverletzung noch nicht soweit. Laut Thorsten Fink ist mit ihm auch erst ab dem 04. Februar zu rechnen. Alle anderen sind wohl auf.

Zwei Personalien

Wie alle wissen hat der HSV das dänische Talent Christian Norgaard von Lyngby BK verpflichtet. Der 17 jährige zentrale, offensive Mittelfeldspieler gilt in Dänemark als das Top – Talent und ist bisher in jeder U – Nationalmannschaft des Landes aufgelaufen, aktuell ist es die U – 19. Er ist 1,85 m groß und ein Rechtsfuß.

Zu Rene Adler ist in den letzten Tagen ja wieder vermehrt geschrieben worden. Die letzten Worte dazu hatte Trainer Fink: Sinngemäß hat er gesagt, . . . wir haben im Moment kein Torwartproblem. Drobny hält gut. Ich beschäftige mich zur Zeit nur mit dieser Saison.

Nun etwas Statistik vor dem Spiel bei der alten Dame aus Berlin.

Bisher gab es in 59 Spielen 22 Niederlagen, 13 Remis und 24 Siege für den HSV. Die Bilanz bei den Auswärtsspielen sieht arg verbesserungswürdig aus: 18 Niederlagen, 4 Remis und nur 7 Siege. Auswärts sind wir seit dem 10. September ungeschlagen. Hertha wartet seit dem 01. Oktober 2011 auf den ersten Heimsieg und ist insgesamt seit dem 29. Oktober (Sieg in Wolfsburg) ohne dreifachen Punktgewinn. Trainer Michael Skibbe scheint ein gutes Omen für uns zu sein. In bisher sechs Heimspielen gegen uns hat er nur das erste gewonnen. Aus den anderen fünf Partien konnte er gerademal 2 Pünktchen gegen uns holen.

Hinrunde: 2:2. Hertha BSC holte in der laufenden Saison zu Hause erst neun Punkte, genau wie der HSV auswärts.

Nur die Äppel! Nur der Auswärtssieg! Nur der HSV!

Aufstellungen

Hertha BSC: Kraft – Lell, Hubnik, Janker, Kobiashvili – Ottl, Niemeyer – Ebert, Torun, Ramos – Lasogga

Reservebank: Aerts (Tor), Burchert (Tor), Brooks, Mijatovic, Morales, Neumann, Ben-Hatira, Lustenberger, Perdedaj, Ronny, Rukavytsya, Schulz, Djuricin, Kargbo, Bastians

Trainer: Skibbe

Es fehlen Hertha BSC: Franz (Kreuzbandriss), Raffael (Rotsperre)

Hamburger SV: Drobny – Diekmeier, Bruma (Rajkovic), Westermann, Aogo – Rincon, Kacar (Jarolim) – Sala, Jansen – Guerrero, Petric

Mickel (Tor), Mancienne, Rajkovic, Arslan, Jarolim, Skjelbred, Tesche, Son, Ilicevic,

Trainer: Fink

Es fehlen dem Hamburger SV: Töre (Meniskuseinriss), Neuhaus, Besic, Labus, Sowah, Stepanek, Sternberg, H. Behrens, Bertram, Castelen, Berg, Ingreso, Nagy, Tavares

Sperren drohen:
Hertha BSC: Lell (4 Gelbe Karten), Mijatovic (4 Gelbe Karten), Ebert (4 Gelbe Karten)
Hamburger SV: Aogo (4 Gelbe Karten), Mancienne (4 Gelbe Karten)

Spielinfos:
Anstoß: Sa. 28.01.2012 15:30, 19. Spieltag – 1. Bundesliga
Stadion: Olympiastadion
Schiedsrichter: Winkmann (Kerken)
Assistenten: Margenberg (Wermelskirchen), Bandurski (Oberhausen)
Vierter Schiedsrichter: Kampka (Mainz)

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