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Barca war da

Zum sogenannten Jubiläumsspiel oder zum Hanwah – Solar – Cup trat der FC Barcelona im Volkspark an. Seit Wochen war das ein Termin auf den mich in höchsten Maße gefreut habe. Dies obwohl ich wusste, dass Barca ohne die Europameister antreten würde. Kein Jordi Alba, kein Iniesta, kein Xavi, oder Pedro. Aber Messi sollte kommen!

Im Laufe des Tages erfuhr ich, dass Messi sich beim letzten Training in Barcelona an der Wade verletzt habe. Zwischendurch war es dann auch mal der Oberschenkel. Wie auch immer. Messi ist für mich einer der wenigen Spieler der wirklich jedes Spiel spielen will und gewinnen selbstverständlich auch. Wenn er verletzt ist, okay. Wenn er nicht verletzt ist suche ich die Verantwortung beim Verein FC Barcelona. Denn dann liegt dort die Ursache. Entweder wollte man Messi nicht einem Risiko aussetzen oder man will Messi zusammen mit den Europameistern aufbauen für die neue Saison. Wie auch immer er hat wohl all en im Stadion und an den Fernsehern gefehlt.

Was Barca II in der ersten Halbzeit, immerhin noch mit Affelay, Dani Alvaes, Adriano und Mascherano und anschließend in der 2. Halbzeit Barca III gezeigt hat, war zwar keine perfekte Demonstration des Tiki Taka der ersten Elf, aber es war auffällig, das alle Barca – Spieler auf dem Feld diesen Stil zutiefst verinnerlicht haben. Dies mindestens eine halbe Stunde zu zehnt da sich ein Barca Spieler verletzt hatte und kein Auswechselspieler mehr zur Verfügung standen. Dazu kommt das alle Spieler aus der katalonischen Hauptstadt technisch versiert sind. Dies betrifft alle Belange von der Ballannahme, Weitergabe, Spielverständnis etc. Wer genauer hingesehen hat, dem dürfte nicht entgangen sein, dass die Spieler auch dann wenn sie Ball am Fuß hatten nicht nach unten, sondern Kopf hoch geschaut haben wohin sie spielen konnten. Wer weiß, dass der Ball sein Freund und nicht sein Gegner ist kann damit auch spielen. Aus dem Blickwinkel von Barca Fans und davon gab es einige im Stadion war das gut anzuschauen und ehrlich auch mir HSVer hat es gut gefallen. In diesem Zusammenhang erspare ich mir und uns eine Einzelkritik des HSV. Nur so viel: es gab einige HSV – Spieler die nahtlos an ihre schlechten Leistungen aus der letzten Saison anknüpften.

Dem entsprechend verwunderten dann auch im Fernsehinterview mit Beckmann die Dünnhäutigkeit und die Durchhalteparolen von Thorsten Fink nicht mehr.

Die Startaufstellungen:

Hamburg: Adler – Diekmeier, Bruma, Mancienne, Aogo – Westermann, Skjelbred – Arslan, Son, Jansen – Berg

Barcelona: Pinto – Olazabal, I. Sànchez, Mascherano, Alves – Deulofeu, Bartra, Affelay, Espinosa – Adriano, A. Sánchez

Was gibt es sonst noch neues?

Der Wechsel von Gökhan Töre zu Rubin Kasan wird wohl heute vermeldet. Laut einer Pressestimme für rund 6 Millionen €. Davon erhält Chelsea die Hälfte.

Der Wechsel von Badelj zu unserem HSV wird aktuell durch Fenerbahce Istanbul gefährdet. Es sieht so aus als ob sie Badelj ein höheres Salär und Dinamo eine höhere Ablöse bieten. Wechsel gegenwärtig gefährdet. Laut sportal.de soll sich der Wechsel Badeljs wegen zu hoher Gehaltsforderungen sogar erledigt haben. Im Gespräch sind stattdessen Raffael (Hertha BSC), Cristóbal Jorquera vom FC Genua und der zur Zeit vertragslose Nigel Reo-Coker, der in der letzten Saison mit den Wolverhampton Wanderers aus Premiere League abgestiegen ist.

Stunden vor der Europameisterschaft

In wenigen Stunden wird die Europameisterschaft in Polen und der Ukraine mit einer feierlichen Eröffnung in Warschau endlich beginnen. Das erste Spiel dieser Europameisterschaft bestreiten anschließend Polen und Griechenland. Doch zuvor noch ein paar Informationen zum HSV.

Anfang der zu Ende gehenden Woche wurde Alexander Otto bis zu den Aufsichtsratsneuwahlen im Januar 2013 einstimmig zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Zu seinen beiden Stellvertretern als 1. Manfred Ertel und als 2. Stellvertreter Eckart Westphalen gewählt. Ziel des neuen Vorsitzenden ist es mehr Geschlossenheit und einvernehmliches Handeln des AR nach außen zu zeigen. Otto. „Der Aufsichtsrat ist nicht so zerstritten wie es zuletzt den Anschein hatte.“ Otto werden als einzigem AR – Mitglied die notwendigen Fähigkeiten zu geschrieben integrativ und verbindend auf die unterschiedlichen Fraktionen innerhalb des AR einwirken zu können.

Otto wird sich im Herbst entscheiden ob er noch mal für den Aufsichtsrat kandidiert. Der vielbeschäftigte Unternehmer muss sein Unternehmen, diverse Aufsichtsratsposten und die Tätigkeit als Aufsichtsratschef des HSV mit seiner Familie unter einen Hut bringen. Ertel und Westphalen werden Otto vor allem bei vereinsinternen Verpflichtungen entlasten.

Nach den verschiedenen Interviews von Fink und Arnesen ist es klar und eindeutig, dass zumindest in der sportlichen Leitung angekommen ist, wie bitter nötig der HSV einen Spielmacher, einen echten Zehner braucht. Zumindest einen Sechser mit der Qualität einen Spielaufbau leisten zu können. Arnesen wird während der EM zwischen Polen/Ukraine und Hamburg pendeln. Er wird für das dänische Fernsehen als Co – Kommentator tätig sein und gleichzeitig nach einem geeigneten Zehner Ausschau halten. Sollte sich ein solcher finden ist Fink auf dem Sprung um ihn sich ebenfalls anzuschauen.

Um genügend (?) Geld in die klammen Kassen für einen entsprechenden Transfer erlösen zu können will sich der HSV von acht Spielern trennen. Jarchow sagt dazu, dass kein Spieler unverkäuflich ist. Heiße und bevorzugt genannte Namen sind: Tesche, Skjelbred, Drobny, Rajkovic, Sala, Töre, Guerrero und Berg aus dem engeren Kader. Chrisantus und Sowah sollen ebenfalls gehen. Von den nicht zum Einsatz gekommenen Vertragsspielern und aus der 2. Mannschaft sind bereits Stepanek (Ziel unbekannt), Bertram, Brügmann (beide VfL Bochum), H. Behrens (Darmstadt 98) sowie Pressel (Holstein Kiel) beim HSV ausgeschieden. Bei den Profis sind bereits Jarolim, Tavares, Castelen und Petric verabschiedet worden. Die anstehende Aufgabe von Arnesen ist es möglichst guten Ertrag durch den Verkauf vieler Spieler zu erlösen. Insgesamt soll der Kader für die Saison nicht mehr als 24 Spieler inklusive drei Torhüter umfassen. Dazu sollen auch Matti Steinmann (17 J.- U 17) und Christian Norgaard (18 J. – U 23 und U 19) gehören, die an die Profimannschaft herangeführt werden sollen. In der Vorbereitung auf die kommende Saison werden beide mit den Profis trainieren. Vielleicht können sie sich ja schon aufdrängen.

Zwar ist bisher noch kein Vollzug gemeldet worden, aber nach allem was zu hören und zu lesen war sieht es bei den Vertragsverlängerungen von Jansen und Arslan gut aus.  Weniger gut ist hingegen die Entscheidung von Kuyt vom FC Liverpool zu Fenerbahce Istanbul zu wechseln. Gerüchte wie Hamit Altintop und de Guzman bestätigte Arnesen jüngst als Gerüchte. Ja-Cheol Koo um den sich der HSV auch in diesem „Sommer“ bemüht hat, verlängerte seinen Vertrag in Wolfsburg und bleibt ein weiteres Jahr in Augsburg. Felipe Santana hat seinen Vertrag in Dortmund verlängert. Auch noch nicht entschieden ist die Personalie Abraham. Der Spielerberater ist gegenwärtig damit beschäftigt, die von Getafe geforderte Ablösesumme auf deutlich unter 2,0 Millionen € zu drücken. Auch wäre der HSV bereit einen Spieler (Drobny, Rajkovic) an Getafe abzugeben. Laut Arnesen kann sich diese Angelegenheit noch bis zum Ende der Transferperiode hinziehen. Aufgegeben scheint man HSV diesen Transfer noch nicht zu haben.

Auch der Vorstand in Person von Carl Edgar Jarchow scheint fleißig zu arbeiten. Er arbeitet zusammen mit A. Otto daran mehr Finanzmittel in den Profikader stecken zu können. Ziel sei es künftig 40 Prozent des Umsatzes  für die Profis aufzuwenden. Dazu sind nicht unerhebliche Umschichtungen notwendig. Als erstes wird daran gearbeitet die Annuität für die verbliebenen rund 30 Millionen € deutlich zu verringern. So soll erreicht werden, dass die jährliche Zahlung um etwa 50 % reduziert werden soll. Das entspräche einer Summe von 4,5 Millionen €. Diese soll in den Folgejahren jährlich wachsen, bis eine jährliche Rate für das Stadion von 1 Million erreicht worden ist. In letzter Konsequenz bedeutet dies, dass die Laufzeit für den Stadionkredit über das Jahr 2020 hinausgestreckt werden soll. Ab der Saison 2015/2016 ist der HSV frei in seiner Vermarktung und will nur noch Projektgebunden mit Sportfive zusammenarbeiten. Hier steht noch die Rückzahlung eines Kredites von Sportfive mit etwa 5,5 Millionen auf der Agenda die im Zusammenhang mit den noch zu klärenden Projekten verhandelt werden sollen.

So und nun kann die EM 2012 endlich beginnen.

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