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Dortmund und die HSV – Serie

Der HSV hält noch immer einen der beeindruckendsten Rekorde der Fußballbundesliga überhaupt. 36 Spiele saisonübergreifend zwischen dem 30. Januar 1982 bis 22. Januar 1983 unbesiegt geblieben zu sein. Sowohl in der Saison 1981/1982 als auch in der Saison 1982/1983 wurde bekanntlich der HSV Deutscher Meister. Nun schickt sich der amtierende Deutsche Meister an uns diesen Rekord streitig zu machen. Bisher sind die Dortmunder in 31 Spielen ebenfalls saisonübergreifend ungeschlagen. Die letzte Niederlage setzte es am 18.09.2011 in Hannover mit 2 : 1. Seit dem 24.09. 2011 (1 : 2 in Mainz) sind sie nicht mehr bezwungen worden.

Zwei Tage bevor das Kalenderjahr komplett wird stehen die Borussen zum 32. Mal auf dem Feld um zu siegen. Ausgerechnet bei unserem HSV, dem Rekordhalter. Ob die Mannschaft wirklich mit dem Gedanken an den zu verteidigenden Rekord aufläuft ist nicht abschließend zu beantworten. Aus dem Wunsch heraus diesen Rekord behalten zu wollen ist es jedoch nur zu verständlich, dass wir Fans es uns so wünschen, dass der HSV gewinnt. Naja, und sowieso können wir die drei Punkte ja auch besser gebrauchen als die mit 7 Punkten gestarteten Westfalen.

Die Frage muss gestattet sein: Wie stellt man es nur an diesen BVB zu schlagen, wenn beim Herausforderer gleich einige Spieler ausfallen. In der Abwehr sind dies Aogo (krankheitsbedingt), Mancienne (Formtief), Scharner (Innenbandriss) und eventuell Bruma mit einer Kniereizung (entscheidet sich am Freitag). Das relativ neue defensive Mittelfeld wird durch die Rotsperre für Jiracek auseinandergerissen. Sehr wahrscheinlich wird Tolgay Arslan die Position übernehmen und versprach unter der Woche schon mal, dass er giftig sein werde. In der Zentrale wird Rafael van der Vaart spielen. Die rechte Außenbahn soll Ilicevic bearbeiten während auf links Marcell Jansen spielen soll und Son die einzige Spitze sein wird. Wiedermal wird Beister nicht in der Anfangsformation stehen. Was war es doch noch mal weshalb Fink und Arnesen ihn unbedingt wieder beim HSV haben wollten? Sollte sich Fink nicht für Ilicevic auf rechts entscheiden ist die Aufstellung von Jacopo Sala wahrscheinlich.

Jürgen Klopp hat mit Weidenfeller und Gündogan zwei Grippe geschwächte Spieler im Kader. Noch ist nicht darüber entschieden ob sie in der Startelf stehen werden. Für Weidenfeller ist Langerak die Alternative, für Gündogan könnte Sven Bender auflaufen. Wer auch immer im Dortmunder Team aufläuft eine entscheidende Schwächung brauchen wir nicht zu erwarten.

Dass die Dortmunder stark sind und über spielerische Klasse verfügen ist mittlerweile eine Binsenweisheit und dennoch sollten wir uns nicht einfach in unser Schicksal ergeben. Es gilt wenigstens läuferisch und kämpferisch dagegen zu halten. Wenn das von der gesamten Mannschaft umgesetzt wird hat sie einen wesentlichen Schritt in die richtige Richtung gemacht und die Grundvoraussetzung geschaffen vielleicht die Dortmunder in ihrem Siegeslauf durch die Bundesliga zu stoppen.

Aufstellungen:

Hamburger SV: Adler – Diekmeier, Bruma, Westermann, Lam – Badelj, Arslan – Ilicevic, van der Vaart, Jansen – Son

Reservebank: Drobny (Tor), Mancienne, Beister, Nörgaard, Sala, Skjelbred, Steinmann, Tesche, Berg, Rudnevs

Trainer: Fink

Borussia Dortmund: Weidenfeller – Piszczek, Subotic, Hummels, Schmelzer – Gündogan, Kehl – Blaszczykowski, M. Götze, Reus – Lewandowski

Reservebank: Langerak (Tor), Felipe Santana, Kirch, Löwe, S. Bender, Bittencourt, Großkreutz, Leitner, Perisic, Schieber

Trainer: Klopp

Es fehlen:

Hamburger SV: Mickel (nicht berücksichtigt), Neuhaus (nicht berücksichtigt), Aogo (Erkrankung), Rajkovic (suspendiert), Scharner (Knieverletzung), Sowah (nicht berücksichtigt), Sternberg (nicht berücksichtigt), Ingreso (nicht berücksichtigt), Jiracek (Rotsperre), Kacar (Fußoperation), Rincon (Schienbeinentzündung)

Borussia Dortmund: Alomerovic (BVB II), Owomoyela (Rückstand), Amini (nicht berücksichtigt), Ducksch (Ermüdungsbruch im Fuß)

Spielinfos:

Anstoß: Sa. 22.09.2012 15:30, 4. Spieltag – 1. Bundesliga

Stadion: Imtech-Arena

Aktualisierte Aufstellungen

Heute gibt es erfreuliche Nachrichten nicht nur von den bereits absolvierten Bundesligapartien (Freiburg vs. Nürnberg 2 : 2 (wie von uns bestellt), Köln vs. Werder 1 : 1(zumindest kein Kölner Sieg), Augsburg verliert nach Kampf gegen die Bayern, Mainz in Stuttgart(beides gut für uns) und leider hat Hertha einen Punkt aus Mönchengladbach entführt. Dennoch sind die Ergebnisse für eine richtige gute Vorlage. Wir können morgen mit einem Sieg den Abstand auf Platz 18 auf 13 Punkte, auf Platz 17 auf 6 Punkte auf Platz 16 auf 4 Punkte ausbauen.

Nach dem heutigen Abschlusstraining gibt es auch vom Kader gute Nachrichten. Die wohl wichtigste zuerst: Drobnys Daumen hält und es sieht gut aus für seinen morgigen Einsatz. Und es gibt zwei „Blitzheilungen“ zu vermelden. Heute mischten beim Training Tomas Rincon (noch nicht bei 100 Prozent) und Jacopo Sala wieder mit. Bei beiden nichts von Verletzung zu merken. Allerdings wird Sala morgen nicht im Kader stehen, aber es sieht so aus als ob er eine Alternative für das Mittwochspiel in Sinsheim ist. Was nun den zweiten Sechser neben David Jarolim betrifft, so ist es im Moment noch offen welche Variante Thorsten Fink bevorzugt.

Variante 1: Rincon läuft mit Jaro auf.

Variante 2: Skjelbred ist der zweite Sechser.

Variante 3: Gökhan Töre als offensivste Möglichkeit auf der Sechs.

Variante 4: Jansen auf die Sechs, Ilicevic nach links und Töre rechts offensiv.

Variante 5: Robert Tesche. (?)

Bei Bayer bahnt sich das Comeback von Michael Ballack an. Er würde wohl für Reinartz auflaufen. Auch nicht ausgeschlossen das Rene Adler als zweiter Torwart auf der Bank Platz nehmen wird. Die zweite von Leverkusen spielt an diesem Wochenende nicht mehr. Und Barnetta wird als Alternative für den rechten Außenverteidiger gehandelt.

Hamburger SV: Drobny – Bruma, Mancienne, Westermann, Aogo – Jarolim, Skjelbred – Ilicevic, Jansen – Petric, Berg

Reservebank: Neuhaus (Tor), Rajkovic, Arslan, Tesche, Töre, Son

Trainer: Fink

Bayer Leverkusen: Leno – Castro, Toprak, M. Friedrich, Kadlec – Ballack, Rolfes – Renato Augusto, Schürrle – Kießling, Derdiyok

Reservebank: Adler (Tor), Giefer (Tor), Yelldell (Tor), Oczipka, Reinartz, Barnetta, Bellarabi, Ortega

Trainer: Hyypiä/Lewandowski

Es fehlen:

Hamburger SV: Mickel (Handbruch), Diekmeier (Bänderanriss), Sala (Bänderriss), Rincon (Schienbeinentzündung), Kacar (5.Gelbe Karte), Guerrero (Rotsperre),

Bayer Leverkusen: Schwaab (Bruch des Schienbeinköpfchens), L. Bender (Aufbautraining nach Muskelverletzungen), Sam (Aufbautraining nach Muskelverletzungen)

Sperren drohen:

Hamburger SV: Aogo (4 Gelbe Karten), Mancienne (4 Gelbe Karten)

Bayer Leverkusen: Castro (4 Gelbe Karten), Reinartz (4 Gelbe Karten), Toprak (4 Gelbe Karten), Ballack (4 Gelbe Karten), Kießling (4 Gelbe Karten)

Spielinfos:

Anstoß: So. 08.04.2012 17:30, 29. Spieltag – 1. Bundesliga

Stadion: Imtech-Arena

Schiedsrichter: Stark (Ergolding)

Assistenten: Salver (Stuttgart), Pickel (Mendig)

Vierter Schiedsrichter: Kempter (Sauldorf)

De Äppel sün to Hus!

Da kommt Freude auf und Erleichterung stellt sich ein nach dem unter dem Strich eventuell etwas glücklichen Auswärtssieg bei Hertha BSC Berlin. Dieses Ergebnis macht den Unterschied zur Hinrunde deutlich. Nach den ersten sechs Spielen ein Pünktchen, jetzt drei Punkte. Wie wichtig diese drei Punkte sind kann man schon heute am Tabellenplatz (11. Stand 28.01.2012/18.09 – Mainz spielt morgen noch gegen Freiburg) erkennen. Nur Köln kann im Falle eines Remis oder Sieges im Heimspiel gegen Schalke noch vorbei ziehen.

Nach langer Startelfabstinenz war David Jarolim heute Partner von Thomas Rincon und Jacopo Sala feierte sein Startelfdebüt in der Bundesliga für den HSV. Vor 49.168 Zuschauern zeigte der HSV in der ersten Halbzeit – gegen allerdings schwache Berliner – eine Leistung bei der man nicht das Gefühl hatte, dieses Spiel verlieren zu können. Bei sechs eigenen Torschüssen hatten gerade einen einzigen in 45 Minuten zu verzeichnen. Die Mannschaft von Thorsten Fink strahlte zwar nicht gerade Souveränität aus, aber ihr gelang es Dominanz auf dem Platz zu praktizieren. Und das ist es schließlich was Fink von ihr sehen will.

Folgerichtig erzielte der HSV in der ersten Halbzeit auch die Führung durch Marcell Jansen. In der 25. Spielminute zog Dennis Diekmeier auf seiner rechten Außenbahn auf und davon, konnte auch vom Berliner Linksverteidiger Kobiashvili nicht entscheidend gestoppt werden und flankte mit Bedacht in den Berliner Strafraum. Guerrero verpasste die Hereingabe noch unglücklich, aber Marcell Jansen verwertete die gute Vorarbeit mit dem linken Innenrist unhaltbar für den Berliner Keeper Kraft. In der Folge wurden gute Möglichkeiten ausgelassen. Was Thorsten Finks Minenspiel nicht freundlicher werden ließ. Mladen Petric ließ den HSV dann noch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte ein zweites Mal jubeln. Guerrero setzte sich auf der linken Angriffsseite des HSV durch. Seine Flanke konnte Mijatovic gerade noch entschärfen jedoch verlor den Zweikampf mit Diekmeier der gefühlvoll und mit Übersicht von der Grundlinie das Leder in den Rücken der Berliner Abwehr spielte. Die Berliner Innenverteidiger schliefen tief und fest, so dass Mladen Petric keine Mühe hatte den Ball zum beruhigenden 2 : 0 Pausenstand ein zu köpfen.

Spielstatistik:

Halbzeit:

Hertha BSC    HSV

Torschüsse:    1    6

Ecken:    2    4

Abseits:    2    2

Fouls:    10    13

Ballbesitz in %:    44    56

Kilometer:    58,0    57,3

Nach der Pause kam Hertha mit Niemeyer für Torun, der bis dahin blass geblieben war. Im Verlauf der zweiten Halbzeit wurden die Berliner aktiver und hatten zunehmend mehr Ballbesitz. Der HSV verlor die Dominanz die er noch in Halbzeit eins ausgeübt hatte. Zum Leidwesen des Berliner Trainers Skibbe nutzten die Berliner ihre wenigen echten Torchancen bis zur 81. Minute nicht. Nach Flanke von Kobiashvili konnte Lasogga für die Gastgeber verkürzen. Nach diesem Anschlusstreffer intensivierten die Berliner ihre Bemühungen um noch zum Ausgleich zu kommen deutlich und hatten in der 84. Minute sowie in der Nachspielzeit (90. Minute + 3) zwei hochkarätige Chancen.

Der HSV hatte seinerseits Konterchancen, die leider wie alt bekannt nicht konsequent ausgespielt wurden und somit auch nicht in zählbares umgesetzt wurden. Trotz dieses Mankos kam erst nach dem Anschlusstreffer der Berliner bei mir die Sorge auf, dieses Spiel nicht zu gewinnen. Aber mit vereinten Kräften stemmt sich die HSV – Mannschaft gegen das drohende Remis beim Konkurrenten um den Nicht – Abstieg.

Gesamt:

Hertha BSC    HSV

Torschüsse:    16    11

Ecken:    6    7

Abseits:    4    3

Fouls:    18    29

Ballbesitz in %:    49    51

Kilometer:    118,1    114,4

Trotz aller Bemühungen der Berliner in Halbzeit zwei ist der HSV – Sieg unterm Strich verdient. Er sollte für die nötige Ruhe beim HSV in der Vorbereitung auf das schwere Heimspiel gegen die Münchner Bayern sorgen. Der Mannschaft sollte er Auftrieb und Selbstbewusstsein geben, damit wir auch am kommenden Wochenende wieder unsere Torhymne anstimmen können:

Klaun, klaun,
Äppel wüllt wi klaun,
ruck zuck övern Zaun,
Ein jeden aber kann dat nich,
denn he mutt ut Hamburg sien.

So haben sie gespielt:

Hertha: Kraft – Lell, Hubnik, Janker (22. Mijatovic), Kobiashvili – Ottl (76. Ronny), Lustenberger – Torun (46. Niemeyer), Ebert, Ramos – Lasogga. Trainer: Skibbe

Hamburg: Drobny – Diekmeier, Bruma, Westermann, Aogo – Rincon, Jarolim – Sala (90.+3 Son), Jansen (90.+1 Rajkovic) – Petric (85. Kacar), Guerrero. Trainer: Fink

Schiedsrichter: Winkmann (Kerken)

Tore: 0:1 Jansen (24.), 0:2 Petric (45.+1), 1:2 Lasogga (81.)

Gelbe Karten: 41. Min. Mijatovic (5. Gelbe Karte), 59. Min. Niemeyer (4.), 89. Min. Lell (5.), 90. Min. + 2 Rincon (4.)

Schiedsrichter: Winkmann (Kerken)

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