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Was macht denn. . . ?

Im Grunde sind Spielpausen im Ligabetrieb für den eingefleischten Fußballfan sterbenslangweilig. Im Fall des HSV gibt es inzwischen die Ansage des Sportdirektors Frank Arnesen, dass es in dieser Transferperiode keine Neuverpflichtung geben wird. Somit zumindest aktuell kein wirkliches Thema, es sei denn Frau/Mann stellt sich seine Wunschmannschaft auf. Selbstredend kann man natürlich auch Kritik und Lob zur Hinrunde diskutieren, ist im Angesicht von „vier“ Trainern auch nicht wirklich ergiebig. Auch kann man über den anvisierten siebten Platz nachdenken und darüber sinnieren ob dieser noch für die Europa League reichen könnte. Oder man fragt sich: Was ist aus unseren ehemaligen Spielern geworden? Wie ist es ihnen beim neuen Verein ergangen? Sind sie Stammspieler geworden? Nachfolgend einige Antworten dazu.

Publikumsliebling Frank Rost hat es in der Major League Soccer (MLS) bei New York Red Bulls auf Anhieb zum Stammkeeper gebracht und spielte in der abgelaufenen Saison unter anderem mit Thiery Henry zusammen. Leider war für ihn und seine Red Bulls im Viertelfinale gegen den späteren US – Champion im Viertelfinale das Ende gekommen. Ob Frank noch für eine weitere Saison in New York bleibt ist ungewiss.

Ein einstiges Sorgenkind des HSV war Jonathan Pitroipa. Pfeilschnell ist er nach wie vor, aber hat er inzwischen bei Stade Rennes das Tore schießen gelernt? Es fing ja in der Ligue 1 verheißungsvoll für den Burkinaben an. In den ersten vier Pflichtspielen (Europa League Qualifikation, Europa League und Ligue 1 erzielte er ja für ihn stolze vier Tore. Inzwischen sind es 30 Pflichtspiele für ihn geworden, was ihn als absoluten Stammspieler bei Stade Rennes ausweist, aber in den weiteren 24 Spielen erzielte er nur noch 2 magere Tore.

Von seinen Fähigkeiten her war Eljero Elia wohl der talentierteste HSV – Spieler seit vielen, sehr vielen Jahren. Gewiss er war und ist immer noch ein junger Profi, aber mir scheint ein wenig zu viel zu träumen. Zum Beispiel von Real Madrid und dem FC Barcelona. Er beschwerte sich ja auch schon mal wenn er seiner Meinung nach zu wenige spielte. Nun ja. Für den HSV absolvierte er bis zum 31.08.2011 noch 120 Minuten bei vier Einsätzen in der Bundesliga, in Turin, für die „alte Dame“ Juventus spielte er gerade mal 166 Minuten in vier Spielen. Wenn ich diese Daten lese tut es mir einerseits sehr weh, wenn ich daran denke wie er in seinen ersten fünf sechs Spielen für den HSV auftrumpfte. Er war schnell, trickreich, durchsetzungsfähig und torgefährlich. Leider scheiterten alle Versuche beim HSV ihn wieder an diese Leistungen heran zuführen. Zeitweise war ich auch der Meinung, dass es unter anderem an den Trainerwechseln gelegen hätte, dass er seine Leistung nicht abrufen konnte. Einige waren schon lange der Meinung, dass sein Berater ihn nicht auf dem Boden der Tatsachen zurück holt, sei eine Ursache für seine nicht befriedigenden Leistungen. Neuer Verein, neues Glück? Ganz und gar nicht. Auch in Turin kommt er nicht zum Zug. Noch weniger als zuvor beim HSV. Schade, es ist für mich einfach nur ein Jammer, dass er sein Talent, seine Fähigkeiten die für mich ohne Zweifel hat so vergeudet.

Joris Mathijsen hat sich in Malaga in der Stammformation festgespielt. Dort wird mit deutlich mehr Geld als beim HSV je zur Verfügung stand und steht, das Model „Erfahrung“ erneut praktiziert. Ziel ist ein internationaler Startplatz, der nach 17 Spieltagen realistisch erscheint. Gegenwärtig sind sie Tabellensechster.

Für Ruud van Nistelrooy läuft es hingegen gar nicht in Malaga. Jedenfalls nicht nach seinem Maßstab. In 14 Ligaspielen kam er über 715 Spielminuten nicht hinaus. In drei Pokalspielen erreichte er immerhin 222 Minuten. Insgesamt wurde er sechsmal ein- und siebenmal ausgewechselt. Er erzielte dabei 2 Tore und ein Assist.

Der Hamburger Jung, der Dribbelkünstler, der Unverstandene. Er hat viele Beinamen der Piotr Trochowski. Er sei nicht zielstrebig genug hieß es immer wieder. Er müsse mit seiner herausragenden Schusstechnik sowohl aus dem Spiel heraus als auch bei Standardsituationen für mehr Torgefahr sorgen. In Hamburg ist man lange sehr nachsichtig mit ihm in diesen Punkten gewesen. Bis zu zu dem Zeitpunkt an dem er selbst eine neue Herausforderung für sich gesucht und gefunden hat. Läuft es besser? Bisher stehen für ihn in der Premiera Division, der Copa del Rey und der Europa League 20 Einsätze zu Buche. Dabei ist er einmal ein- und elfmal ausgewechselt worden. Tore und Assists Fehlanzeige.

Es stehen noch einige Spieler wie die Hamburger Nachwuchsspieler Torun, Choupo Moting oder Ben Hatira aus, auch ein Rozehnal und ein Benjamin fehlen noch. Sie werden nachgereicht. Für heute mag sich jede/r seine eigene Meinung über erfolgreiche oder weniger erfolgreiche Wechsel machen.

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Die Hinrunde

Im Grunde begann die Hinrunde mit der Verpflichtung Frank Arnesens als neuem Sportchef bei unserem HSV. Bernd Hoffmann hatte diese Zusammenarbeit eingefädelt – eigentlich Aufgabe des Aufsichtsrates sich um Personalien des Vorstandes zu kümmern – die der selbige dann diesmal ohne voreilige Veröffentlichungen unter Dach und Fach brachte. Artig freute sich auch der neue Vorstand auf die Zusammenarbeit mit dem Neuen. Als Reputation brachte er die Entdeckung einiger späterer Weltstars wie Ronaldo oder Ruud van Nistelrooy mit. Auch hat er als Spieler der Vereine Fremad Amaga, Ajax Amsterdam, FC Valencia, RSC Anderlecht und PSV Eindhoven zwischen 1974 und 1988 einige Erfolge aufzuweisen. In dieser Zeit spielte er 52 Mal für die dänische Nationalmannschaft und schoss dabei 14 Tore. Darüber hinaus war er als Co-Trainer von 1991 – 1994 beim PSV Eindhoven tätig. In Kürze seine weiteren Stationen als Nachwuchskoordinator, Chefanalytiker, Sportdirektor und Manager. Bei Vereinen wie PSV Eindhoven, Tottenham Hotspurs und dem FC Chelsea. Eine Vita die gewiss eine Empfehlung für den HSV ist. 37 Jahre im Profifußball, die dazu führten ihn schon lange vor Amtsantritt zum Heilsbringer, zum Messias werden und erklären zu lassen.

In den Medien und den verschiedensten Foren bekam er die ersten Kratzer an seinem tadellosen Image als er der weiteren Zusammenarbeit mit Michael Oenning zustimmte und nicht seinen Kandidaten Stale Solbakken (jetzt 1. FC Köln) verpflichten konnte. Einerseits hieß es, dass er mit Oenning über die zukünftige HSV – Philosophie völlig übereinstimme und er in Oenning den richtigen Trainer für den HSV sehe und andererseits wurde kolportiert, dass die Verpflichtung an einer Ablösesumme und dem Jawort für den norwegischen Verband gescheitert sei. Oenning jedenfalls machte seit seinem 6 : 2 Einstandserfolg als Cheftrainer keine erfolgreiche Figur mehr und gewann bekanntlich weder in der letzten Rückrunde noch in den ihm verbleibenden Spielen der neuen Saison ein Spiel. Lediglich ein Punkt aus sechs Spielen stand bei seiner Demission zu buche.

Schon vor Beginn der Spielzeit 2011/2012 kamen die ersten negativen Kommentare über die Einkaufspolitik Frank Arnesens auf. Es wurde gemunkelt, dass er wohl nur die „gescheiterten“ Spieler aus der zweiten und dritten Reihe des FC Chelsea kenne. In der Tat kamen mit Bruma (Vertrag 2 Jahre auf Leihbasis mit Rückrufrecht für Chelsea nach einem Jahr), Mancienne, Sala und Töre gleich vier Youngster vom FC Chelsea zum HSV. Auch der fünfte Neuzugang kam von dort. Jedoch spielte er von 2007 bis 2011 jeweils auf Leihbasis für PSV Eindhoven, FC Twente und Vitesse Arnheim in der niederländische Eredevisie. Zugang Nr. 6 war schließlich und endlich der Norweger Per Siljan Skjelbred von Rosenborg Trondheim. Drei ehemalige Leihspieler kamen zum HSV zurück. Bertram spielt für die zweite Mannschaft, Tolgay Arslan wurde als offensiver Mittelfeldspieler nach einer guten Saison bei Alemannia Aachen für die erste zurückgeholt und Markus Berg für den Angriff.

Das Thema des Sommers hieß Umbruch bei unserem HSV. Zuweilen auch mal spöttisch, mal ernst Abbruch genannt. Wen sollten die neuen, jungen und relativ gesehen unerfahrenen Spieler ersetzen? Der HSV gab Spieler wie Ze Roberto, Frank Rost, Piotr Trochowski, Ruud van Nistelrooy, Collin Benjamin, Eljero Elia, Eric Maxim Choupo Moting, Tunay Torun, Änis Ben Hatira, Joris Mathijsen, Alex Silva, Guy Demel, David Rozehnal, Jonathan Pitroipa, Mickael Tavares, Kai Fabian Schulz und Wolfgang Hesl ab. Insgesamt 18 Spieler. Zwar nicht alle aus der ersten Mannschaft, aber der Aderlass war mehr als erheblich und hatte nicht nur finanzielle Gründe. Die Altstars wie van Nistelrooy und Ze Roberto waren nicht nur zu teuer sondern brachten auch nur noch sehr bedingt gute Leistungen. Junge Spieler wie Choupo Moting oder Torun hatten den Durchbruch beim HSV nicht geschafft und ein Trochowski kam über die Rolle des nach der richtigen Position suchenden Dauertalentes und „Dribbelkünstlers“ nicht hinaus.

Zu erwarten, dass der HSV trotzdem um die internationalen Plätze mitspielen würde kam zwar in der Öffentlichkeit vor, war allerdings kaum realistisch. Meine Erwartungshaltung brachte ich am 03.08. in dem Artikel Kaltz, Kargus und Co. zum Ausdruck. Ich schrieb von einer harten Saison, die mit der Saison 19721973 zu vergleichen sein wird. Das sich die Pleiten, Pech und Pannen – Serie von Michael Oenning ungebremst in den ersten sechs Ligaspielen fortsetzen würde war trotz des schwierigen Startprogramms nicht unbedingt zu erwarten. Die Konsequenz aus den teils desaströsen Auftritten wie z. B. in München war den berühmten und noch berüchtigteren Gesetzen der Branche folgend die Entlassung Oennings. Man sollte zwar nicht froh über den Arbeitsplatzverlust eines Menschen sein, aber im Interesse des HSV und seiner bis zu 1.700 Mitarbeiter bei Heimspielen – die im Falle eines Abstiegs mehrheitlich um ihren Arbeitsplatz bangen müssten – war es die richtige und einzig mögliche Maßnahme frühzeitig die Reißleine zu ziehen.

Interimscoach Nr. 1 wurde der HSVer Rodolfo Esteban Cardoso. Um es vorweg zu nehmen: Er machte seinen Job ausgezeichnet. Sein erstes Spiel war ein Auswärtssieg  beim VfB Stuttgart. Mindestens genauso wichtig war, dass er den Spielern von der ersten Trainingseinheit an wieder Freude und Spaß am Fußball vermittelte. Diese waren bei Oenning abhanden gekommen. Ständig richtete sich Oenning nach dem jeweiligen Gegner statt seine Mannschaft stark zu machen ging es um die Stärken des Gegners. Da ein Trainer auch für die Stärken seiner Truppe zuständig und verantwortlich ist, eine schwere Unterlassungssünde. Mit Cardoso wurde ein Wechsel in dieser Hinsicht deutlich. Auf Grund der noch fehlenden Trainerlizenz durfte Rodolfo nur zwei Spiele auf der Bank Platz nehmen. Leider verlor seine Mannschaft als besseres Team mit 1 : 2 gegen Schalke. Sein bisher einmaliges Gastspiel als verantwortlicher Trainer gab am 9. Spieltag Frank Arnesen. Beim SC Freiburg gab es den zweiten (Auswärts-) Sieg der Saison. Seit dem 10. Spieltag ist Thorsten Fink der verantwortliche Cheftrainer.

Und der brachte schon bei seiner Vorstellung deutlich zum Ausdruck mit welch breiter Brust er nach Hamburg gekommen ist und dass er der Trainer ist, der der Mannschaft neues Selbstbewusstsein und –vertrauen wieder einhauchen wird. Er wolle der Mannschaft zeigen, dass sie besser ist als ihr Tabellenplatz und die geringe Punktausbeute. Während der Trainersuche lehnte Arnesen unter anderen den um den HSV verdienten ehemaligen „Retter“ Huub Stevens als Nachfolger Oennings ab. Die Begründung war zumindest für einige nicht einsehbar oder vermittelbar. Er, Arnesen, wolle einen Trainer für den HSV bei dem er das Gefühl habe, dass es zu 100 Prozent passt. Einen der mit seinem Herzen in Hamburg beim HSV ist. Stevens verhandelt in etwa zeitgleichmit Schalke 04. Verständlich und nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass Stevens zu diesem Zeitpunkt arbeitslos war. Für Arnesen kein Grund Stevens abzulehnen. Die Suche zog sich hin und in Öffentlichkeit gab es die ersten Stimmen, die Trainersuche mit der Sportdirektorensuche verglichen. Arnesen suchte nach dem Trainer bei dem es einfach passt. Er wollte keine Kompromisse mehr eingehen. Kompromisse a la Oenning. In Thorsten Fink hat er ihn gefunden. Zwar hat Fink den Baslern von Anfang an gesagt, dass sein Traum ein Verein in der Bundesliga sei, aber der HSV musste ihn aus einem laufenden Vertrag heraus kaufen. Dies bei einem Verein der zwei Mal hintereinander Schweizer Meister geworden war und gerade zu dem Zeitpunkt ein vielbeachtetes 3 : 3 mit dem FC Basel in Manchester bei United errungen hatte. Dies nach einem 3 : 1 Rückstand. So gesehen sprach eigentlich alles für einen Verbleib Finks in Basel. Aber Fink entschied sich schnell für den HSV. Aus verschiedenen Interviews konnte man entnehmen, dass dafür zwei Gründe wesentlich gewesen sind. Zum einen ist der HSV ein Traditionsverein mit einem richtig guten Namen in der Fußballwelt und zum anderen ist er von dem riesigen Potenzial des HSV absolut überzeugt. Bleibt für einige noch der Beigeschmack ihn aus einem laufenden Vertrag heraus gekauft zu haben. But that´s business. Tust du es nicht, tut es ein anderer.

Arnesen startete mit einem Remis im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg. Dabei war der HSV die bessere Mannschaft. Selbst der „Kicker“ attestierte „über weite Strecken ansehnlichen Fußball“ des HSV. So sollte es noch öfter kommen. Ob in Leverkusen oder Hannover: unterschiedliche Ursachen und Spielverläufe, mit identischen Ergebnis: Remis. Unentschieden in denen Siege nicht nur möglich gewesen wären, sondern auch verdient. Andererseits gab es unter Fink auch die beiden ersten Heimsiege. Endlich und Gott, sei Dank. Trotzdem es wurden auf dem Weg in die kurze Winterpause einige Punkte liegengelassen. Punkte die schon jetzt eine deutlich bessere Platzierung zur Folge gehabt hätten. Der Abstand zu Platz 7 beträgt nur vier Punkte, auf Platz 6 sind es sieben. Die Zielrichtung für den HSV in der Rückrunde ist klar: So schnell wie möglich ins gesicherte Mittelfeld vorstoßen. So lange gilt es den Blick nach hinten zu richten. Angesichts der Schwere der ersten sechs Aufgaben kein einfaches Unterfangen. Als kleine Vorschau: zunächst ein Heimspiel gegen den BVB, dann Hertha in Berlin und haben am 20. Spieltag in der Volksparkarena Bayern München zu gast. Es folgt der 1. FC Köln auswärts, danach das große Nordderby und am 6. Rückrundenspieltag geht es zur Borussia aus Mönchengladbach.

Wie sang Xavier Naidoo schon zur WM 2006: „Dieser Weg wird kein leichter sein. Dieser Weg wird steinig und schwer.“ Trotzdem gibt sich Thorsten Fink weiterhin selbstbewusst. Und ich finde es richtig. Entscheidend ist doch zu gucken was man selbst tun kann um erfolgreich zu sein. Um nichts anderes geht es. Es geht nicht darum: „Um Gottes Willen, bloß nicht absteigen.“ Es geht darum realistische, für diese junge Mannschaft realistische Ziele zu setzen. Laut Fink ist es mindestens Rang 10. In seinen Worten: . . . unter die Top Ten kommen.

Am 03. Januar startet der HSV mit seinem Training und fliegt am 04.01. nach Marbella um sich dort auf die kommende Rückrunde vorzubereiten. Bis zum Rückrundenstart werden noch Testspiele gegen folgende Mannschaften ausgetragen: SC Lokeren (06. Januar), Christoph Daums FC Brügge (08. Januar) und ADO den Haag (10. Januar). Nach der Rückkehr gastiert der HSV bei Arminia Bielefeld (14. Januar).

Diese Testspiele benötigt die Mannschaft ganz sicherlich, denn Trainer Thorsten Fink hat angekündigt einiges, auch im personellen Bereich auszuprobieren. Er habe einige Ideen im Kopf. Andererseits soll die Mannschaft Finks Spielsystem und Selbstverständnis besser kennenlernen und umsetzen. Dazu gehören auch die Automatismen, wie Lauf- und Passwege zu verinnerlichen. Dringend notwendig scheint dies auf jeden Fall zu sein, nicht zuletzt um die Zahl der Missverständnisse während eines Spiels zu verringern und damit auch die Fehlpassquote zu senken.

Zum Schluss noch ein Blick in die nähere Transferzukunft. Fink wiederholte in einem Interview vor der Winterpause, dass es in derselben keine Neuverpflichtungen geben wird. Was die Gerüchteküche nicht wirklich bremst. Siehe auch: HSV – Transfergerüchte Weihnachten 2011. Im Gegenteil. Frank Arnesen befeuert die Gerüchte noch zusätzlich mit der öffentlich gewordenen Bitte, dass sich die Aufsichtsräte auch während der Winterpause bereit halten mögen. Die Aufsichtsräte müssen bei Abschlüssen über 500.000 € ihre Zustimmung geben. Nun warten wir ab und harren der Dinge, die auf uns zukommen. Und ganz sicher kommt vor dem Rückrundenauftakt am 22. Januar 2012 am 15. 01. die Mitgliederversammlung des HSV. Unter anderem mit der Wahl des Vorstandsmitgliedes für Mitgliederfragen. Kandidaten sind der aktuelle Vorstand Oliver Scheel und Christian „Büdi“ Blunck. Auch geht es um richtungweisende Satzungsänderungsanträge, die am 15.01. ab 11.00 diskutiert und beschlossen werden sollen.

Konzentration auf die Knappen

Bevor ich zum Duell mit den Ex-Bergleuten komme – auch wenn es inzwischen langweilig zu werden droht – noch ein paar Worte zur Trainersuche. Hecking hat selbst dementiert (transfermarkt.de), dass er Kontakt hat zum HSV und darüber hinaus hat er gesagt, dass ihm die Arbeit bei den Clubberern Spaß macht. Ein Mann, der den Verein wechseln will, lässt sich spätestens jetzt mit anderen Inhalten und Worten vernehmen. Sinngemäß: man müsse immer offen sein für Veränderungen und ähnliches. Ich denke dem Dementi Heckings kann man Glauben schenken, jedenfalls bis Saisonende. Was dann ist? Wer weiss das schon.

Schalke scheint sich ebenso wie wir Gedanken über Rene Adler zu machen. Allerorten ist nachzulesen, dass Adler seinen im Sommer 2012 auslaufenden Vertrag noch nicht verlängert hat und allem Anschein nach wohl auch nicht verlängern will. Laut Kicker – auf den sich fast alle anderen Medien berufen – ist Schalke bei Adler in der Pool-Position, obwohl dieser sich öffentlich nicht zu diesem Thema äußert. Wenn an dem HSV-Interesse etwas dran ist, ist das auch eine klare Ansage an Drobny und Mickel. Man ist beim HSV zumindest mit der Leistung von Drobny nicht zufrieden und traut Mickel den Sprung zu den Profis nicht zu. Wenn meine Interpretation richtig sein sollte, muss Arnesen sich noch einiges einfallen lassen um Adler verpflichten zu können. Adlers sportlicher Ziehvater, Rüdiger Vollborn, in dessen Familie Adler noch zu Jugendzeiten gelebt hat, bescheinigt ihm einerseits Ehrgeiz, Willen und Leistungsbereitschaft und andererseits einen „gewissen Dickkopf“ beim Versuch Ziele auf seine (Adlers) Weise zu erreichen, der nicht wirklich zielführend ist. Dass Adler ein guter Keeper sein kann, hat mehr als hinlänglich bewiesen, aber er wird Zeit brauchen um an seine alte Leistungsstärke wieder heran zu finden. Bis Ende dieses Jahres wird er auf Grund der Reha kein Spiel mehr machen.

Am Sonntag, zur ungeliebten Stunde um 17.30 h trifft unser HSV auf den S 04. Zum Abschluss der Woche zum dritten Mal. Zunächst ging es um Stevens, dann Adler und am Sonntag um das Wichtigste überhaupt: drei Punkte und einen Heimsieg. Die Spiele gegen die Knappen waren und sind immer von besonderer Atmosphäre und Brisanz geprägt. In den bisher 86 Bundesligaspielen Hat es für uns bisher 34 Siege, 21 Unentschieden und 31 Niederlagen gegeben. In den letzten fünf Jahren hat es in unserem Volkspark 3 Remis, eine Niederlage und einen Sieg am 21.08.2010 mit 2 : 1 gegeben. Unser Torschütze war Ruud van Nistelrooy. Es war die Saisoneröffnung und wir alle haben nach dem packenden Spiel noch auf eine große Saison gehofft, auch von van Nistelrooy. Wir wissen, dass sich beides nicht bestätigt hat. Aus der damaligen Startelf sind Rost, Demel, Mathijsen, Ze Roberto, Pitroipa, Elia und van Nistelrooy nicht mehr im Kader und Jansen und Jarolim wahrscheinlich nicht in der Startelf. Dies sind sieben bzw. neun Spieler. Dies zeigt wie groß die Veränderung gegenüber der Vorsaison ist.

Hier noch ein paar Zahlen zum anstehenden Bundesligaspiel Gegen Schalke 04:

86 Aufeinandertreffen

34 / 21 / 31 S / U / N

136 : 117 Tore

absolvierte Bundesliga-Saisons: HSV 49, Schalke: 44

Karten

HSV: 2x rot, 1x gelb-rot, 113x gelb

Schalke: 5x rot, 5x gelb-rot, 98xgelb

Absolvierte internationale Spiele

39 CL – 128 Europ.-Leag. – 34 EC-P.

41 CL – 68 Europ.-Leag. (inklusive heute Abend) – 14 EC-P.

Titel

HSV: 6x Deutscher Meister, 1x Deutscher Meister (verzichtet), 3x Deutscher Pokalsieger, 1x Europapokalsieger (Landesmeister), 1x Europapokalsieger (Pokalsieger), 2x Ligapokalsieger

Schalke: 7x Deutscher Meister, 5x Deutscher Pokalsieger, 1x Deutscher Superpokalsieger, 1x Europapokalsieger (UEFA-Cup), 1x Ligapokalsieger

 

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