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Die Zukunft heißt Fink

Auf der Position des Trainers ist die Zukunft (Freiburg – Spiel) eigentlich schon Geschichte. Als Trainer wird Frank Arnesen den HSV nur ein Mal vertreten. Seit heute hat die hoffentlich langfristige Zukunft des HSV einen Namen. Er lautet: Thorsten Fink, ist 43 Jahre jung und kommt für eine Ablöse von rund einer Million € vom amtierenden Schweizer Double Sieger FC Basel.

Damit sind all die gehandelten und in Gesprächen mit dem HSV gewesenen Trainer Makulatur: Cardoso, Olsen, Hiddink, Bilic, Advokaat, Moniz, Hecking, Stevens, Matthäus, Klinsmann, Laudrup, von Heesen, Hrubesch, van Gaal, van Basten. Barbarez, Schuster, Stojkovic.

Thorsten Finks Stationen:

Geburtstag: 29.10.1967

Geburtsort: Dortmund

Stationen als Spieler:
1989-1994 SG Wattenscheid 09
1994-1997 Karlsruher SC
1997-2003 FC Bayern München
2003-2006 FC Bayern München II

Stationen als Trainer:
09/2006-06/2007 Red Bull Salzburg Juniors
06/2007-01/2008 Red Bull Salzburg
01/2008-04/2009 FC Ingolstadt 04
seit 06/2009 FC Basel

Fink gewann als Spieler viermal die Deutsche Meisterschaft, dreimal den DFB-Pokal und 2001 die Champions League. Als Trainer feierte er zwei Aufstiege: mit den Amateuren von Salzburg den Aufstieg in die österreichische Bundesliga und mit dem FC Ingolstadt den Aufstieg in die zweite Liga. Hier erlebte Fink dann auch seinen sportlichen Tiefpunkt als Trainer. Er wurde nach elf sieglosen Spielen beim FC Ingolstadt entlassen. Wenige Wochen Später trat er beim FC Basel die Nachfolge von Christian Gross an. Dort gewann er in der Saison 2009/10 die Meisterschaft und im folgenden Jahr das Double.

Fink soll nicht nur ein Feuerwehrmann  in der augenblicklichen Situation des sein, sondern soll den HSV auch langfristig in eine bessere Zukunft führen. Fink hat zuletzt in Basel bewiesen, dass er mit jungen Spielern attraktiven, offensiven und erfolgreichen Fußball spielen lässt. Also genau dort anknüpft was Frank Arnesen als Leitlinie bei seinem Amtsantritt vorgegeben hat und in dieser Saison bei den Profis erstmals mit Rodolfo Esteban Cardoso auch umgesetzt worden ist.

Ab Montag mit Thorsten Fink zum Klassenerhalt und mehr. Aber vorher heißt es in Freiburg zu gewinnen.

Nur der HSV!

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Nichts Genaues weiss man nicht

Als HSV-Fans werden wir zur Zeit mal wieder in alle möglichen und unmöglichen Himmelsrichtungen getrieben. Mal in den Süden des Kontinents auf die schöne spanische Insel Mallorca zu Herrn Laudrup, dann in unser westliches Nachbarland Niederlande zu unserem Ex-Trainer Stevens. Von dort geht es direkt nach Kopenhagen zu Morten Ohlsen. Von dort kommend eine Verschnaufpause in Hamburg. Vielleicht ja doch von Heesen. Etwas weiter südlich im niedersächsischen gibt es noch unser ehemaliges Kopfballungeheuer Horst Hrubesch. Dann die bange Frage ist Matthäus schon von Sofia aus umgezogen? Bloß das nicht! Jedenfalls nicht nach Hamburg. Wo wohnt eigentlich Louis van Gaal? Bei Guss Hiddink ist man sich sicher, dass er in der Türkei lebt und arbeitet. Aber wie lange noch? Zwei Kandidaten die mit ihren Nationalmannschaften unbedingt zur Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine wollen. Wollen sie es wirklich? Zumindest bei einem darf gezweifelt werden wenn man den armen Medien folgt. Ach, und noch mal in die Niederlande da gibt es ja noch Marco van Basten. Herr Jarchow erlaubte sich zu ihm ja einen vielsagenden Versprecher im N3 Sportclub. „Ja, er stand auf unserer Liste.“ Nachfrage des Reporters. „Ja, er steht auf unserer Liste.“ Was nicht automatisch heißt, dass er auch angerufen wurde.

Gewissermaßen zwischendurch gewinnt der HSV in Stuttgart mit dem „interimistischen“ Trainer Rodolfo Esteban Cardoso. Also wieder Hamburg. Es wird in der Öffentlichkeit darüber gesprochen, dass man alle Möglichkeiten ausschöpfen will länger mit Cardoso als Cheftrainer zusammen zuarbeiten. Man wolle Briefe an die DFL und den DFB schicken. Diese sind bis heute nicht abgeschickt. Herr Arnesen so ist zu lesen spiele auf Zeit. Einen weiteren ehrgeizigen jungen Mann aus Hamburg hält es nun überhaupt nicht mehr auf seinem Platz. „Hier“, ruft laut den überraschten Hamburger Medien zu, „hier! Ich habe doch die geforderte Lizenz.“ Der ehemalige Publikumsliebling Barbarez hat in der Tat das heiß begehrte Papier, sogar mit Auszeichnung bestanden. Er und Cardoso seien seit gemeinsamen Spielertagen für die Raute enge Freunde. Er würde Rodolfo wie echter Freund unterstützen wenn dieser die Lizenz erwirbt. Reaktion: Schweigen. Aktuell sind wir ja wieder in Kopenhagen. Vorher war noch der zweite Abstecher nach Mallorca. Dort ist inzwischen Michael Laudrup von seinem Amt zurückgetreten. Wäre jetzt frei. Ob er ein Thema beim HSV sei? „Nein. Dazu äußern wir uns nicht.“ Wie bitte, ist dann das Nein zu verstehen?

Zurück nach Kopenhagen. Wäre es nicht eine wundervolle Fügung – wie sie nur im Fußball vorkommen kann – wenn der nette Herr Laudrup vorzeitig seinen Landsmann Ohlsen als Nationalcoach ablöst und dieser dann HSV – Trainer werden würde. Er soll ja Arnesens Favorit auf den Cheftrainerposten bei uns HSVern sein. Kriegen die Dänen das soll schnell hin, dass wir den Statuten noch gerecht werden können? Rodolfo Cardoso darf laut den Statuten nur bis zum 05. Oktober unser „interimistischer“ Trainer sein.

Einer der genannten Trainer kommt auf jeden Fall am Sonntag nach Hamburg. Das ist sicher. Ganz sicher ist auch, dass er nicht unser Trainer ist, sondern der des Gegners. Angeblich haben wir ihm sein Herz gestohlen. Auf Schalke verkündet er vollmundig: „Einmal Schalker, immer Schalker.“ Gut zu wissen, lieber Huub Stevens. Die Spiele gegen Schalke sind ohnehin von höherer Brisanz. Ist es doch zu Hause ein Auswärtssieg, den wir einfahren wollen und werden. Ihre Verabschiedung im Sommer 2008 nach dem unvergesslichen 7 : 0 gegen Karlsruhe und Platz 4 in der Abschlusstabelle war einmalig. Ihre Begrüßung am Sonntag hingegen noch völlig offen.

Bei uns werden Rodolfo Esteban Cardoso und Frank Heinemann sowie Frank Arnesen als verantwortliche auf der Bank Platz nehmen und so nichts unvorhergesehenes Eintritt – z. B. eine Sonderregelung für Cardoso – wird es diese Konstellation auf unserer Bank vorerst zum letzten Mal geben. In diesem Zusammenhang möchte ich Rodolfo Cardoso dazu gratulieren, dass er sich anscheinend nicht von diesem ganzen Gerede um den Cheftrainerstuhl in Hamburg anstecken lässt und ausschließlich seiner Arbeit nachgeht und unsere Mannschaft auf das Spiel gegen Schalke vorbereitet.

Nur das Volksparkstadion, nur ein Heimsieg, nur der HSV.

Trainersuche – ein Kommentar

Nach der Dominotheorie oder der Salamitaktik lichten sich die Reihen der Kandidaten oder derer die es gern sein würden. Zunächst sagte Michael Laudrup ab. Es folgte Morten Olsen. Danach erklärte Herr Jarchow, dass Lothar Matthäus nicht in Betracht gezogen werde. Bernd Schuster hat sich durch sein öffentliches Interesse im Doppelpass selbst aus der Kandidatenliste gestrichen. Und jetzt ist einem der Favoriten – Huub Stevens – von Herrn Arnesen mitgeteilt worden, dass der HSV ihn nicht mehr zu seinen Kandidaten zählt. Die Begründung zielt darauf ab, dass der neue Trainer zu 100 Prozent beim HSV sein müsse.

Ich finde diese Entscheidung aufgrund der von Stevens parallel geführten Gespräche mit Schalke 04 nur konsequent. Der Vorstand unter Leitung von Jarchow hat am alten Vorstand kritisiert, dass Spieler nur verpflichtet wurden um sie dann möglichst teurer wieder verkaufen zu können. Dadurch sei schließlich keine Identifikation mit HSV seitens der Spieler entstanden bzw. möglich gewesen. Aus meiner Sicht muss das erst Recht für den Trainer und alle anderen Vorgesetzten gelten. Identifikation entsteht aus verschiedensten Faktoren wie z. B. dem Vorleben der Vorgesetzten im Verein, der angemessenen Ansprache, einer fairen Behandlung und natürlich sportlichen Erfolg sowohl der Mannschaft als Ganzen und auch dem persönlichen Erfolg (Einsatzzeiten). Der Trainer ist diejenige Person, die den engsten Kontakt zu den Spielern hat und für die vorgenannten Dinge sorgen soll, ja muss. Wenn die Vertragsgespräche schon von solchen Nebengeräuschen begleitet werden, wird es für den Trainer ungleich schwerer bis nicht mehr einlösbar die o. g. Inhalte vorzuleben.

Wer bleibt noch als Kandidat? Die Nr. 1 könnte jetzt Marco van Basten sein. Allerdings entspricht Louis van Gaal deutlich eher einer gestandenen Trainerpersönlichkeit. Außerdem hat er den Vorteil im Gegensatz zu van Basten die Liga gut zu kennen. Aus dem Bereich ehemaliger erfolgreicher HSV – Spieler sind zumindest bei den Fans Horst Hrubesch und Thomas von Heesen im Gespräch. In wie weit sie wollen oder auch dafür freigestellt würden ist völlig offen. Es könnte aber auch noch durch Frank Arnesen eine Überraschung geben, einen Mister X.

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