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Wer wird verabschiedet?

Als vor rund einer Woche die Bildzeitung die ersten sieben Namen nannte war damit die Diskussion über die Saisonplanung 2012/2013 und auch zumindest die mittelfristige Personalplanung für die HSV – Öffentlichkeit eröffnet. Längst sind Frank Arnesen, Lee Congerton, Thorsten Fink und ihr Team dabei die Daten und Fakten neuer Spieler zu sichten und auszuwerten. Dies gilt allerdings auch für die Leistungsdaten der aktuellen HSV – Profis.

Seit dem 5. März ist es offiziell das Mladen Petric den Verein verlassen wird. Ein neuer Arbeitgeber ist noch nicht gefunden und Mladen muss sich bei den Vereinen ins Gespräch bringen. Sein Sturmpartner Paolo Guerrero wird hingegen beim HSV bleiben. So viel erscheint – Stand heute – sicher.

Schon länger bekannt ist, dass sich der HSV von David Jarolim für die Dauer seiner weiteren Spielerkarriere trennt. Danach soll David als Jugendtrainer beim HSV eingebunden werden.

Eindeutig sind auch die Vereinsentscheidungen bei Romeo Castelen und Mikael Tavares. Bei beiden steht das Signal auf Abschied zum Saisonende. Bei Romeo aus Gründen der Verletzungsanfälligkeit und bei Tavares aus Leistungsgründen.

Die „Bild“ brachte dazu fünf weitere und nicht unbedingt neue Namen ins Spiel.

Marcell Jansen, Gojko Kacar, Jaroslav Drobny, Markus Berg und Robert Tesche. Beim ersten hinsehen fällt insbesondere der Name von Marcell Jansen auf. Wie kommt denn der dahin. Trainer Fink hält doch große Stücke auf seinen Ex – Nationalspieler, der so gerne zur EM 2012 mit möchte und noch den Sprung auf Löws Zug schaffen will. Nach dem 25. Spieltag der laufenden Saison hat Marcell Jansen 22 Ligaspiele mit 3 Ein- und 8 Auswechslungen und insgesamt 1688 Spielminuten zu Buche stehen. Dabei erzielte er 4 Tore und einen Assist. In seinen nunmehr fast vier Jahren beim HSV hat er bislang an 81 von 127 möglichen Bundesligaspielen mitgewirkt.

Spielzeit 2008/2009:         25 BL-Spiele, 3 Ein- 8 Auswechslungen, 1.886 Spielmin.,

Spielzeit 2009/2010:         18 BL-Spiele, 3 Ein- 2 Auswechslungen, 1.394 Spielmin.,

Spielzeit 2010/2011:         16 BL-Spiele, 4 Ein- 5 Auswechslungen, 1.032 Spielmin.,

Spielzeit 2011/2012:         25 BL-Spiele, 3 Ein- 8 Auswechslungen, 1.688 Spielmin.,

Hinzu kommen seine Verletzungsanfälligkeit und seine relativ lange Zeit um wieder auf 100 Prozent nach Verletzungen zu kommen:

Hier sind nur die Verletzungen und Erkrankungen gelistet, die er in der Zeit beim HSV erlitten hat:

10/11 20.04.2011 01.07.2011 Hüftprobleme

10/11 14.01.2011 24.01.2011 Grippe

10/11 09.12.2010 02.01.2011 Achillessehnenprobleme

10/11 23.10.2010 14.11.2010 Zehenbruch

10/11 03.10.2010 13.10.2010 Viruserkrankung

09/10 26.03.2010 22.05.2010 Syndesmosebandriss

09/10 23.02.2010 04.03.2010 Grippe

09/10 20.08.2009 05.10.2009 Innenbandzerrung

08/09 31.03.2009 01.04.2009 Grippe

09/10 21.12.2009 02.01.2009 Prellung

08/09 05.10.2008 03.11.2008 Muskelfaserriss

08/09 13.06.2008 17.06.2008 Schulterverletzung

Angesichts der Tatsache, dass Marcell Jansen noch ein gültiges Arbeitspapier bis zum 30.06.2013 besitzt ist der Sommer 2012 als Datum schon Anlass genug für Spekulationen. Hinzu kommt, dass Marcell auf einer Position spielt auf der es seit dieser Saison richtigen Konkurrenzkampf gibt, der ab der nächsten Saison durch Maxi Beister noch verschärft wird. Er würde auf jeden Fall Geld in klamme Vereinskasse bringen um die Mannschaft für die kommenden Jahre zu verstärken.

Die Sachlage bei Gojko Kacar ist vorrangig durch seine eher durchschnittlichen Leistungen in der Mehrzahl der Spiele und einige Verletzungen geprägt. Zur Zeit ist der serbische Nationalspieler eher ergänzungs- denn Stammspieler. In dieser Saison hat noch kein Spiel gezeigt in dem er voll und ganz überzeugt hat. Zu häufig wechseln bei ihm Licht und Schatten.

Robert Tesche konnte sich in seinen bisher knapp drei Jahren beim HSV nicht durchsetzen. Er hat – so wird es ihm immer wieder von Experten bescheinigt alles was ein Fußballer haben sollte – aber er zeigt es nicht auf dem Platz. Er ist Ergänzungsspieler und selbst als Einwechselspieler kommt er immer seltener zum Zug. Er hat noch zwei Jahre Vertrag und würde auch so noch ein paar Euro in die Kasse bringen.

Jaroslav Drobny bringt – von den ersten Saisonspielen mal abgesehen in dieser Saison eine gute und auch sehr gute Leistung. Ohne ihn hätten wir sicherlich noch mehr Gegentore zu verzeichnen. Aus welchen Gründen auch immer will der HSV Rene Adler verpflichten. Damit wäre Drobny raus. Zum einen weil der HSV seiner Nr. 2 kein Millionengehalt wird zahlen können und wollen, zum anderen weil Drobny selbst gesagt hat, dass er keine zweite Saison auf der Bank Platz nehmen wird. Jedenfalls nicht beim HSV. Angeblich soll Bayern München ja seine Fühler ausgestreckt haben. Aber noch ist der Vertrag mit Adler nicht fix.

Markus Berg kam als Held der U 21 Europameisterschaft 2009. In der ersten Saison für den HSV absolvierte er 30 Spiele (14 Auswechslungen, 4 Tore, ein Assist, 1578 Minuten). Er wurde für ein Jahr ausgeliehen und kam verletzt zurück. Man erhoffte sich beim HSV, dass er durch die gewonnene Spielpraxis stärker, selbstbewusster zurückkehren würde. Doch kaum genesen und die ersten paar Minuten auf dem Spielfeld verletzte er sich erneut. Bis heute hat er sein Leistungsniveau der EM noch nicht in HSV – Diensten wieder erreicht. Gegenwärtig ist er – Paolos Sperre bleibt dabei unberücksichtigt – Stürmer Nr. 4. Da es gleichzeitig eine Reihe von Spekulationen um neue Stürmer (Lukaku, Bendtner, Petersen) gibt ist ein Abschied im Sommer wahrscheinlich.

Sollten diese neun genannten Spieler alle gehen wird der im letzten Sommer begonnene Umbruch in diesem Jahr konsequent fortgesetzt, was ich – unabhängig von den gehandelten Namen – als grundsätzlich richtig empfinde.

 

Woran liegt es?

Na klar, ist es verständlich wenn massiv auf Vorstand, Aufsichtsrat, Sportchef, Trainer und Mannschaft geschimpft wird. Es ist fast schon eine logische Reaktion, eine mit der man glaubt seinen entstandenen Frust abbauen zu können. Aus diesem Frust resultieren dann alle möglichen und unmöglichen Vorschläge zur Verbesserung der Situation. Auf diese wird zu einem späteren Zeitpunkt in der darauffolgenden Woche gerne verwiesen. Erst recht wenn sich die Befürchtungen in den darauf folgenden Spielen immer wieder bestätigen. Wichtig dabei: „Ich habe es ja schon immer gesagt“. Menschen die sich erst mit etwas mehr Abstand, etwas mehr Ruhe äußern werden dann schon mal als Schönredner gesehen. Nur allzu verständlich, dass speziell jüngere Fans es für die schlimmsten Spiele des HSV halten, was der HSV gegenwärtig abliefert. Klar sind die Pflichtspiele der gerade angefangenen Saison schlimm. Keine Frage. Nur es gab weit aus schlechtere!

Trotz aller und auch wegen aller Emotionalität wird allen Sachlichkeit gut tun. Von den Medien hat der HSV und somit auch seine Fans nichts Gutes in den nächsten Tagen zu erwarten. Da wird nichts Konstruktives kommen, sondern aus Gründen der Absatzsteigerung noch zusätzliches Öl ins Feuer gegossen werden. Stichworte: Trainerfrage, Ein- und Verkaufspolitik, radikaler Umbruch und sind die handelnden Personen wirklich die geeigneten und natürlich das noch 11 Tage geöffnete Transferfenster. In der Diskussion über die Ursachen sollte, ja muss kontrovers gestritten werden, aber unter Berücksichtigung der Fakten.

Ich beginne mit der Vorbereitung. Hier fehlten während der gesamten Vorbereitung Rincon und Guerrero vom alten Personal. Außerdem fehlte Petric über den größten Zeitraum. Aogo kam ebenso wie Elia und Bruma – nach Sonderurlaub wegen Länderspieleinsätzen – verspätet zur Vorbereitung. Außerdem erlitten Bruma und Sala Verletzungen die sie auskurieren mussten bzw. noch ausheilen. Markus Berg ist erst jüngst ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Skjelbred kam sogar erst am Tag vor dem Spiel beim BVB. Wünschenswert wäre es gewesen, die Vorbereitung mit dem gesamten Kader durchziehen zu können. Hieraus ergibt sich dann schon der zweite Punkt von allein. Es gab kein wirkliches Einspielen, kein einstudieren von Laufwegen, kein einziges Spielsystem ist den Spielern in Fleisch und Blut übergegangen. Immerhin hat Oenning in den bisher drei Bundesligapartien drei Systeme spielen lassen und das mit drei verschiedenen Startformationen. So kann sich keine Mannschaft einspielen, keine Sicherheit im eigenen Spiel entwickeln. Dieses macht sich dann auf dem Platz als ängstliche Spielweise bemerkbar und die weist auf eine umfassende Verunsicherung im Kader hin. Oenning und Arnesen sind hier gefragt sich vorerst auf ein System mit den dafür am besten geeigneten Spielern festzulegen und dieses über mindestens mehrere Wochen im Training und auf dem Platz spielen zu lassen. Überdies wird es darauf ankommen intensive Gespräche mit den Spielern zu führen. Tenor: herausfinden was die Spieler konkret umtreibt und Motivation.

Das Wehklagen über die wirklich nicht schön zu redenden bisherigen Auftritte ist unter dem Gesichtspunkt des Frustabbaus sicherlich verständlich. Allerdings ausschließlich rückwärts gerichtet und problembezogen. Was der HSV und wir alle jetzt tunlichst machen sollten ist nach vorne schauen und Lösungen finden, besser herausarbeiten. Wie drücken es Sportler doch gerne nach Niederlagen aus: Ich/wir müssen jetzt nur nach vorne schauen. Wer es aus der Situation einer Niederlage heraus schon ein Mal versucht hat, weiss wie schwer dieses Unterfangen ist. Weiss wie schwer es ist seinen Kopf wirklich frei zu bekommen. Gleichzeitig sollen Trainerstab und Mannschaft aus den gemachten Fehlern lernen, was eine gewisse Form des Rückblicks unerlässlich macht. Hier sind die psychologischen und pädagogischen Fertigkeiten und Fähigkeiten aller Betreuer beim HSV gefragt und ich kann nur hoffen, dass sie von den Spielern ordentlich strapaziert werden. Denn eine Woche ist verdammt wenig Zeit dafür.

Ich habe das Spiel heute als die schlimmste Partie der jungen Saison empfunden, weil ich nichts gesehen habe was zusammen passt. Nach der Festlegung auf EIN System (muss zwingend sofort erfolgen, um keine weitere Verunsicherung zu schaffen) muss dieses einstudiert werden. Möglichst einfache und leicht zu lernende Spielzüge nach vorne und klare Ansagen an alle Spieler für die Rückwärtsbewegung und in der Defensive. Und zwar so lange bis die Spieler das Gefühl bekommen sich darin sicher zu sein. Erst dann kann es um den Ausbau des Systems gehen. Andere Systeme sollten solange Tabu sein, bis das erste beherrscht wird. Slomka und Klopp machen kein Hehl daraus, dass sie ihre Mannschaften erst jetzt in der Verfassung sehen, dass sie ihr Spielsystem variieren, verfeinern, ausbauen oder umstellen können. Gerade Dortmund scheint damit noch nicht so weit zu sein wie erhofft. Siehe das Spiel in Hoffenheim und auch heute gegen den 1. FC Nürnberg gab es Schwächephasen.

Beide Mannschaften Hannover 96 (zwei Jahre) und der BVB (drei Jahre) sind uns auf dem Weg zum Systemfußball deutlich voraus. Hannover war praktisch bis zum letzten Spieltag der Saison 2009/2010 in akuter Abstiegsgefahr. Haben sich erst in Bochum durch einen Sieg dort retten können.

Der allergrößte Teil von uns Fans wollte den Umbruch, mehr oder weniger radikal. Die Konsequenz daraus ist, dass wir eine verdammt harte und schwierige Saison vor uns haben. Diese kann möglicher weise einen noch 31 Spieltage währenden Kampf um den Klassenerhalt beinhalten. Darüber müssen wir uns im Klaren sein. Daraus ziehe ich folgende Schlüsse:

 

  1. Der Trainer braucht nicht nur Zeit sondern auch Vertrauen, unter anderem von uns. Mirko Slomka in Hannover hat auch intern darum kämpfen müssen und hat sich durchgesetzt.
  2. Erwartungshaltungen und sei es auch nur der einstellige Tabellenplatz sind zurzeit unrealistisch. In den nächsten Wochen und Monaten wird es darum gehen Schritt für Schritt und sehr langsam kleine Fortschritte beim Spiel unserer Mannschaft erkennen zu können.
  3. Ich weiss, die Ergebnisse dürfen nicht ausbleiben. Schon klar. Nur wer etwas Zukunftsträchtiges entwickeln soll und muss kann dies nicht nach dem Motto machen: Zuerst der Erfolg, dann die Entwicklung. Das wird nicht und hat auch noch nicht funktioniert. Hannover hat es vorgemacht wie es geht, trotz Abstiegskampf.
  4. Für uns Fans gilt trotz aller unterschiedlichen Ansätze, Ideen und Vorstellungen zusammenhalten und zu den Entscheidungsträgern, sportlich Verantwortlichen und ganz besonders zur Mannschaft zu stehen. Auch wir haben den drohenden Abstiegskampf anzunehmen.
  5. Jetzt Köpfe der Verantwortlichen, insbesondere des Trainers zu fordern macht aus meiner Sicht keinen Sinn. Siehe Hannover. Wer jetzt sagt: Ja, der Slomka, das ist ja auch was anderes. Den möchte ich an die kontroversen Diskussionen erinnern als er bei uns im Gespräch war.

Die gegenwärtige ist Situation ist nur unzureichend beleuchtet worden in diesem Beitrag und kann deshalb lediglich ein Anfang sein. Dennoch: Die fünfzigste Spielzeit der Fußballbundesliga findet nicht ohne uns Dinos statt!

Nur der HSV!

Wer darf bleiben?

Auf den Tag genau vor zwei Wochen habe ich mir Gedanken über den aktuellen Kader (https://hsvvolkspark.wordpress.com/2011/04/17/klartext-zum-aktuellen-kader/) gemacht und leider gibt es schon wieder Anlass dazu. Vor zwei Wochen war es das Heimspiel gegen Hannover 96 nun gegen den Freiburger SC.

Vor 14 Tagen hatte ich noch die Hoffnung auf folgende Spieler: Im Tor Jaroslav Drobny, Tim Mickel. In der Verteidigung waren es Dennis Diekmeier, Dennis Aogo, Joris Mathijsen, Heiko Westermann, Muhamed Besic, Miroslav Stepanek, Guy Demel, Lennard Sowah, David Rozehnal, Alex Silva, Gerrit Pressel, Kai Fabian Schulz. Im Mittelfeld Ze Roberto, David Jarolim, Gojko Kacar, Thomas Rincon, Robert Tesche, Änis Ben-Hatira, Jonathan Pitroipa, Eljero Elia, Marcell Jansen, Romeo Castelen, Tolgay Arslan, Sören Bertram und im Angriff Mladen Petric, Paolo Guerero, Heung Min Son, Marcus Berg.

Es ist nicht so, wie einige denken könnten, dass es nur um das letzte jeweils Spiel geht. Nein ich versuche die Saisonleistung zu berücksichtigen. Dies gelingt mal mehr, mal weniger. Grundsätzlich anmerken will ich noch, dass ich mit jungen Spielern eher mit Nachsicht betrachte als gestandene Fußballer. Inzwischen steht auch fest, dass nicht nur Rost, Trochowski und van Nistelrooy gehen sondern sicher ist auch der Abgang von Torun. Eine Gehaltsforderung von 1.500.000 € soll er gestellt haben.

Mit Drobny und Mickel kann man aber muss man nicht in die Saison gehen.

Nach wie vor gesetzt als Verteidiger sind für mich Diekmeier und Aogo. Die Youngster Sowah, Stepanek und Besic haben noch den Status Talent, sind jung und konnten noch keinen Leistungsnachweis in der Bundesliga erbringen. Besic hatte zwar drei Einsätze mit insgesamt 191 Spielminuten, die reichen meiner Meinung nach nicht aus seine Qualitäten zu einzuschätzen. Wie man hört will der OSC Lille David Rozehnal für ca. 2,5 Millionen kaufen. Sofort den Vertrag abschließen! Sowohl Kai Fabian Schulz (FSV Frankfurt und Gerrit Pressel haben sich in ihren jeweiligen Vereinen nicht durchgesetzt und dürften damit keinerlei Perspektiven mehr beim HSV Besitzen. Alex Silva will – wie schon berichtet nicht zurück kommen. Schade seine Qualitäten sind gefragter denn je. Joris Mathijsen, Heiko Westermann und Guy Demel stehen hoffentlich schon auf der Transferliste des DFB. Dort stehen sie noch nicht (http://www.bundesliga.de/de/dfl/transfer/index.php). Was zu bedauern ist und nicht nur in diesen Fällen.

Im Mittelfeld sind für mich zum gegenwärtigen Zeitpunkt Gojko Kacar (auch in der Verteidigung), Änis Ben-Hatira trotz der Minusleistung von Sonnabend) und mit Abstrichen im spielerisch/technischen Bereich David Jarolim gesetzt. David verfügt über eine vorbildliche Berufsauffassung und besitzt was viele Fans fordern: Die Raute im Herzen. Thomas Rincon durfte sich nicht mal gegen den SC Freiburg bei Oenning zeigen obwohl er noch Vertrag hat und Roberto zum wiederholten Mal sehr schwach. Rincon wird wohl gehen müssen. Gleiches gilt auch für Robert Tesche und Jonathan Pitroipa. Sorgen machen Romeo Castelen dessen Vertrag ausläuft und Marcel Jansen. Beide sind extrem verletzungsanfällig. Ich bezweifle stark, dass der HSV es sich leisten will zwei Spieler in den eigenen Reihen behalten zu wollen deren Einsätze unter 50 % der Anzahl der Spiele liegt. Was im Falle von Jansen zu dringend benötigtem Kapital führt. Tolgay Arslan wird im Sommer wohl zurückkommen, während Sören Bertram noch ein Jahr Leihvertrag in Augsburg hat. Die beiden letzten Spieler im Mittelfeld sind Eljero Elia und Ze Roberto. Beides sind in meinen Augen keine Leistungsträger. Während Elia es nicht war wird es Ze Roberto nicht mehr werden. Beide haben keinerlei Bereitschaft gezeigt sich zu engagieren und im Zweifelsfall auch mal Fußball zu arbeiten. Der eine bleibt einfach stehen wenn er angespielt wird und der andere spielt absichtlich und unnötig gelbwürdig Foul. Da kommt der Verdacht auf, dass er ein freies Wochenende haben will. Ze Als Scout in Brasilien? Lieber nicht.

Der Angriff ist bisher mit Mladen Petric, Paolo Guerero und Heung Min Son besetzt. Marcus Berg wird zurückkommen und demnächst an der Hüfte operiert. Das bedeutet, dass er zum Trainingsauftakt noch nicht wieder dabei sein wird und einen späteren Saisonstart haben wird, uns also erst später wird helfen können. Ein Verkauf scheint derzeit ausgeschlossen auf Grund der Operation. Heung Min Son wird nach der Sommerpause mit neuen Kräften und hoffentlich unbeschwert wieder angreifen. Bei Mladen Petric wird sich zeigen müssen ob man handelseinig wird und er einen neuen Vertrag unterschreibt. Wenn er dieses nicht bis zum offiziellen Beginn der Transferfrist macht, sollte er verkauft werden. Auch wenn der HSV in der schwierigeren Ausgangslage bei den Verhandlungen mit Petric zu sein scheint, sollte er sich dennoch nicht an der Nase herumführen lassen. Zu Paolo Guerrero ist nur zu sagen: Er hat gestern und schon mit einer langen Reihe von Fehlern dafür gesorgt, dass sein Marktwert nicht da ist wo er sein könnte. Aber gestern gab es endgültig den berühmten Tropfen der das Fass zum überlaufen bringt. Der darf überhaupt keine Rolle mehr spielen.

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