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Der Dino bleibt der Dino!

Heute sollten die entscheidenden Punkte für den Klassenerhalt eingefahren werden und am Ende reichte einer. Schon lange vor dem Spiel strahlend blauer Himmel über Hamburg und wer das als gutes Omen für den HSV deutete lag genau richtig. Es war wieder alles auf Endspiel um den Klassenerhalt eingestellt und das Hamburger Publikum erwies sich wieder einmal als das Beste, dass sich eine Heimmannschaft nur wünschen kann.

Dazu passend war der Beginn des Spiels aus Hamburger Sicht. Schon nach etwa einer Minute hatte Petric die riesen Chance die Weichen frühzeitig auf Sieg zu stellen. Doch sein Ball verfehlte sein Ziel. Erst danach bemerkten wir, dass Petric nach Linienrichterentscheidung im Abseits gewesen soll.

Es entwickelte sich in der ersten Halbzeit ein Spiel bei dem ich nicht das Gefühl hatte wir könnten ernsthaft in Gefahr geraten einem Rückstand hinterher laufen zu müssen. Die Mainzer Versuche waren mit einer Ausnahme, die Sven Neuhaus gut parierte eher harmlos und so war es eigentlich nur eine Frage der Zeit wann wir das Führungstor erzielen würden. Doch leider fehlte heute ein Schuss Zielwasser. Weitere Möglichkeiten für Jansen und Guerrero blieben ungenutzt. Logische Folge, zur Halbzeit stand es 0 : 0.

Zwar kam der HSV als erste Mannschaft wieder auf den Platz, aber den entschlosseneren Eindruck machte auf mich das Team aus der Karnevalsstadt. Trotz des einen oder anderen Fehlers in unserer Defensive konnten die Mainzer keinen Treffer erzielen. Erschreckend für Mainzer musste die Harmlosigkeit von Zidan und Choupo Moting sein. Selbst gröbere Fehler konnte vor allem Choupo Moting nicht nutzen. Wie schon im Hinspiel als er ebenfalls zahlreiche Möglichkeiten ausließ. Etwa ab der 75. Minute ließen auch die Bemühungen der Mainzer nach. Und phasenweise konnte man den Eindruck gewinnen, dass beide Mannschaften über die Zwischenstände auf den Plätzen in Freiburg (gegen Köln) und Gelsenkirchen (gegen Hertha BSC) bestens Bescheid wüssten.

So blieb es schließlich beim 0 : 0. Das einzig entscheidende an diesem Ergebnis war, ist und bleibt der unumstößliche Fakt, dass der HSV damit den angestrebten vorzeitigen sicheren Klassenerhalt nach einer äußerst schwierigen Saison inklusive des vorhergehenden großen Umbruchs aus eigener Kraft geschafft hat.

Die Höhepunkte dieses 17. und letzten Heimspiels der Saison 2011/2012 waren die wohl gesetzten Auswechslungen von Trainer Thorsten Fink. In der 74 Minute wechselte er Jacopo Sala für Mladen Petric ein. Mladen wurde für seine vierjährige Tätigkeit für den HSV mit Sprechchören und Standing Ovations verabschiedet. Der oftmals als Stehgeiger bezeichnete Stürmer zeigte heute eine engagierte und einsatzfreudige Leistung. Noch auf dem Platz wurde er von vielen seiner Mitspieler verabschiedet. Wie ich später im TV gesehen habe ist ihm der Abschied sehr schwer gefallen und es rannen ihm Tränen über das Gesicht. Es war heute nicht der letzte emotionale Moment.

In der 89. Minute wurde es nicht nur emotional sondern auch stimmungsvoll. David Jarolim verabschiedete sich von seinem Hamburger Publikum. Im Nordwesten und auf der Nordtribüne wurde vieltausendfach „Jarolim, Jarolim, sha la la la“ angestimmt. Und auch bei ihm kullerten Tränen übers Gesicht. Wer diese Szenen im Stadion miterleben konnte, weiss das beide – David Jarolim und Mladen Petric – keine Söldner im Dienste des HSV waren. Natürlich wurde auch David Jarolim mit Standing Ovations vom Hamburger Publikum verabschiedet.

Nach Abpfiff der Partie und feststehenden Klassenerhalt wurde die Verabschiedung von Romeo Castelen, Mladen Petric und David Jarolim durch Carl Edgar Jarchow vorbereitet. Die Verabschiedung wurde entgegen früherer Gepflogenheiten nicht vor der Ost – sondern vor der Nordtribüne zelebriert. Alle drei bekamen von den Fans in einem noch sehr gut gefüllten Volksparkstadion einen würdigen, einen würdevollen Abschied. Obligatorisch natürlich der große Blumenstrauß. Kurz es waren Gänsehautmomente. Alle drei werden vermisst werden.

Nach dem die offiziellen Verabschiedungen vorüber waren kam Jaroslav Drobny noch hinzu und wurde wohl nicht nur für seine großartigen Leistungen ab Mitte der Hinrunde vom Publikum geehrt und gefeiert. Gleichwohl auch bei Jaroslav Drobny lag mehr als nur ein Hauch von Abschied über dieser Szene.

Die Mannschaft verabschiedete sich von ihrem Heimpublikum bei einer Ehrenrunde mit einem Transparent:

WIR FÜR EUCH – IHR FÜR UNS! GEMEINSAM ERSTE LIGA!

Dem ist dann kaum noch etwas hinzu zu fügen.

Bis auf eine Kleinigkeit. Erst auf der Heimfahrt, lange nach Spielschluss angetreten, fiel die monatelange Anspannung des Abstiegskampfes langsam und eher kieselsteinchenweise von mir ab und weicht einer zunehmenden Freude auf die fünfzigste Bundesligasaison unseres HSV im 125. Jahr seines Bestehens. Freuen wir uns alle miteinander auf das doppelte Jubiläumsjahr.

Gesamt:

Hamburger SV

FSV Mainz 05

Torschüsse:

16

12

Ecken:

4

6

Abseits:

3

1

Fouls:

14

19

Ballbesitz in %:

47

53

Ballkontakte:

530

587

Pässe gespielt/ angekommen/in Prozent

291

219

75,26

374

295

78,88

Kilometer:

102,8

111,9

Wir für Euch – Ihr für uns – Unabsteigbar! Nur der HSV!

Aufstellungen:

Hamburger SV: Neuhaus – Bruma, Mancienne, Westermann, Aogo – Jarolim, Rincon – Son, Jansen – Petric, Guerrero

Reservebank: Stritzel (Tor), Diekmeier, Arslan, Sala, Tesche, Töre, Skjelbred

Trainer: Fink

1. FSV Mainz 05: Wetklo – Pospech, Kirchhoff, Noveski, Bungert – M. Caligiuri, Polanski, Soto – Zidan – Choupo-Moting, Szalai

Reservebank: H. Müller (Tor), Fathi, Baumgartlinger, Ivanschitz, Malli, Allagui, N. Müller

Trainer: Tuchel

Tore: keine

Gelbe Karten: (38. Min.) M. Caligiuri,

Einwechslungen: 56. Min. Baumgartlinger für Polanski, 64. Min. Malli für Zidan, 74. Min. Sala für Petric, 78. Min. N. Müller für Soto, 84. Min. Tesche für Guerrero, 89. Min. Arslan für Jarolim

Spielinfos:

Anstoß: Sa. 28.04.2012 15:30, 33. Spieltag – 1. Bundesliga

Stadion: Imtech-Arena

Schiedsrichter: Meyer (Burgdorf)

Assistenten: Willenborg (Osnabrück), Bornhorst (Damme)

Vierter Schiedsrichter: Petersen (Stuttgart)

Zuschauer: 56.537

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Klassenerhalt und Abschied

Ausgerechnet gegen den 1. FSV Mainz 05 bestreiten wir das letzte Heimspiel der Saison 2011/2012. Der letzte Heimsieg gegen die Mainzer datiert vom 11. Februar 2006. Ein mühevolles 1 : 0. Seit dem gab es ein Remis und zwei Niederlagen zuhause, insgesamt gab es zwei Siege (Torverhältnis 7 : 8). Letzte Heimniederlage ein bitteres 2 : 4 am 6. März 2011. Die Gesamtbilanz verzeichnet 4 HSV – Siege, 4 Remis und 3 Niederlagen (Torverhältnis: 13 : 12). Zuletzt gab es in Mainz ein 0 : 0.

Damit ist es auch genug zur Statistik gegen die Karnevalisten, die. zwei ehemalige HSV – Spieler mitbringen: Eric Maxim Choupo Moting und Zidan. Bisher haben wir uns gegen die Rheinland – Pfälzer immer schwer getan und erschwerend kommt hinzu, dass sie den Klassenerhalt schon geschafft haben und dem entsprechend unbeschwert aufspielen können. Während wir einen um ganz sicher zu gehen und auf gar keinen Fall auf andere Ergebnisse angewiesen zu sein einen Sieg. Nun hat unser HSV in den vergangenen Wochen bewiesen, dass er mit dem Druck im Abstiegskampf umgehen und positive Ergebnisse erzielen kann. Wenn da nur nicht ständig diese Rückschläge gewesen wären.

Trainer Thorsten Fink hat in der Pressekonferenz die Meinung vertreten, dass Jaroslav Drobny wohl am Sonnabend spielen wird. Und in der Tat hat er auch im anschließenden Training mitgewirkt. Allerdings eingeschränkt. So wie Fink sich ausdrückte ist mit einem Einsatz Drobnys zu rechnen. Auf der rechten Außenverteidigerposition wird wieder Jeffrey Bruma auflaufen und nicht vom wiedergenesenen Dennis Diekmeier abgelöst. Die anderen Positionen in der Viererabwehrkette bleiben mit Mancienne, Westermann und Aogo unverändert. Dieses trifft auch auf die Doppelsechs zu, die mit Jarolim und Rincon agieren wird. Die linke offensive Außenbahn wird wie in den vergangenen Wochen Jansen bekleiden. Da Ilicevic auszufallen droht (Adduktorenprobleme) wird Heung Min Son über die rechte Seite Druck machen. Dieses ist auch der Rückkehr Paolo Guerreros geschuldet, der zusammen mit Mladen Petric das Sturmduo bilden wird. Dafür rotiert Marcus Berg auf die Bank.

Persönlich hätte ich mir das Sturmduo Berg/Son gewünscht, der Trainer stellt jedoch das erfahrenere Duo auf. Son profitiert bei seiner Aufstellung vor allem von seinen beiden Toren aus den Spielen gegen Hannover 96 und den 1. FC Nürnberg. Fink erhofft sich eine Fortsetzung dieser kleinen Erfolgsgeschichte des 19 – Jährigen. Die Aufstellung Petric begründet er in erster Linie mit dem guten Fitnesszustand und der großen Harmonie von Petric und Guerrero. Für Fink ist Guerrero auch nach sieben Wochen und acht Spielen Sperre immer noch der Stürmer Nr. 1 beim HSV. Er – Guerrero – so Fink könne wie kein zweiter beim HSV die Bälle vorne festmachen und verteilen und sei selbst noch torgefährlich. Ob da ein Spiel gegen einen Sechstligisten als Spielpraxis für die Bundesliga reicht? Es muss ganz einfach. Wichtig ist, dass bei allen auflaufenden Spielern die Einstellung und der Zusammenhalt stimmen.

Nach dem Spiel und orientiert am Ausgang des Spiels und der Stimmung bei den Spielern und des Publikums sollen offiziell David Jarolim, Romeo Castelen und Mladen Petric verabschiedet werden. Für David Jarolim, dem Dienstältesten Spieler des HSV ist zum Saisonende, nach neun Jahren Schluss. Viele Stimmen gibt es, die ihn gerne noch ein Jahr oder länger im Trikot mit der Raute sehen würden. Aus meiner Sicht ist es seine absolut und vor jedem Zweifel erhabene Einstellung zu seinem Beruf als Profifußballer und zum und für den HSV die ihn auch in dieser Saison für unseren HSV so wertvoll sein lässt. Er ist stets das kämpferische Vorbild für seine Mannschaft auf dem und neben dem Platz ein Mitspieler und Kollege der sich um den Teamgeist verdient macht. Auch und gerade weil er ein eher „leiser“ Vertreter seiner Zunft ist. David wird voraussichtlich in zwei Jahren als Jugendtrainer zum HSV zurückkehren.

Mit Mladen Petric verlässt den HSV der erfolgreichste Torjäger seit Bernado Romeo (35 Tore) und erzielte bisher 38 Tore in der Bundesliga für den HSV. Insgesamt sind es bisher 60 Tore. Mladen Petric kann sich vorstellen in Spanien, England, Italien und der Bundesliga zu spielen. Für die USA – aus denen es auch Anfragen geben soll – fühlt er sich noch zu jung. Er will unbedingt noch ein paar Jahre auf hohem Niveau spielen. Die Entscheidung für eines der Angebote will gemeinsam mit seiner Frau treffen.

Mit Romeo Castelen verlässt uns wohl der unglücklichste Spieler in seiner Zeit beim HSV. Mehrfach an beiden Knien operiert – jeweils nach schweren Verletzungen. Seit 2007 sollte der schnelle Flügelflitzer für den HSV spielen und jedes Mal wenn er den Anschluss an die Mannschaft wieder hergestellt hatte kam eine erneute Verletzung dazwischen. So kam er in seiner Zeit beim HSV nur auf 28 Bundesligaspiele und drei Tore. Trotz all der Verletzungen und Rückschläge gilt Romeo Castelen im Kreis der Mannschaft als sympathischer und lustiger Teamplayer. Nach dem sein Vertrag 2011 ausgelaufen war, wurde er noch einmal verlängert. Der HSV bot ihm eine weitere Chance sich wieder in die Mannschaft zu spielen. Leider wurde dieses Unterfangen wieder durch Verletzungen gestoppt.

Allen wünsche ich eine gute und erfolgreiche Zukunft. Besonders Romeo, dass er verletzungsfrei bleibt.

Aber für das Spiel gegen Mainz 05 gilt:

Wir für Euch – Ihr für uns – Unabsteigbar! Nur der HSV!

Aufstellungen:

Hamburger SV: Drobny – Bruma, Mancienne, Westermann, Aogo – Jarolim, Rincon – Son, Jansen – Petric, Guerrero

Reservebank: Neuhaus (Tor), Stritzel (Tor), Diekmeier, Arslan, Sala, Tesche, Töre, Berg

Trainer: Fink

1. FSV Mainz 05: Wetklo – Pospech, Kirchhoff, Noveski, Bungert – M. Caligiuri, Polanski, Soto – N. Müller, Choupo-Moting – Szalai

Reservebank: H. Müller (Tor), Fathi, Baumgartlinger, Ivanschitz, Malli, Allagui, Zidan

Trainer: Tuchel

Es fehlen:

Hamburger SV: Mickel (nicht berücksichtigt), Skjelbred (nach Lymphdrüsenoperation in der Achsel), Rajkovic (Innenbandzerrung), Kacar (Knöchelbruch), Ilicevic (Adduktorenprobleme), Besic, Labus, Stepanek, Sternberg, H. Behrens, Bertram, Castelen, Ingreso, Lam, Nagy, Tavares (alle nicht berücksichtigt)

1. FSV Mainz 05: Zabavnik (Oberschenkel- und Sprunggelenk), Svensson (Aufbautraining nach Kreuzbandriss), Risse (Knieoperation), Karius, Bell, Gopko, Schönheim, Stieber, Gavranovic, Parker, Ujah, Yilmaz (alle nicht berücksichtigt)

Sperren drohen:

Hamburger SV: Mancienne (4 Gelbe Karten), Jarolim (9 Gelbe Karten)

1. FSV Mainz 05: Pospech (4 Gelbe Karten), Allagui (4 Gelbe Karten)

Spielinfos:

Anstoß: Sa. 28.04.2012 15:30, 33. Spieltag – 1. Bundesliga

Stadion: Imtech-Arena

Schiedsrichter: Meyer (Burgdorf)

Assistenten: Willenborg (Osnabrück), Bornhorst (Damme)

Vierter Schiedsrichter: Petersen (Stuttgart)

HSV vs. FSV Mainz 05 2 : 4

06.03.2011     13.12 h

Bei sonnigen Himmel geht es gleich los nach Hamburg zum „6 – Punkte -Spiel“.

Mit dabei sein werden allerdings auch die Gedanken um die ungelösten Vorstandspersonalien. Unseren Aufsichtsrat, der gerade versucht das kolportierte Patt in seinem Gremium aufzulösen. Dafür ist ihm wirklich alles Gute und ein glückliches (diplomatisches) Händchen zu wünschen. Im Aufsichtsrat werden die Weichen für die Zukunft des Vereins gestellt. Ich hoffe, leider bleibt mir/uns nichts anderes übrig, dass sich dieser großen Verantwortung jedes einzelne Aufsichtsratmitglied bewußt ist und entsprechend und ausschließlich seinem besten Wissen und Gewissen verpflichtet handelt.

Während der Fahrt werde ich dann den Fokus auf das kommende Spiel richten. Lehrer (Veh) gegen Schüler (Tuchel), Hamburger Hafengeburtstag gegen Karneval. Hauptsache heute ist Aschermittwoch für die Karnevalisten.

06.03.2011     21.31 h

Es war ein herrlicher Nachmittag im sonnigen Volkspark und es sah nach einem guten Tag für unseren HSV aus. Ich verspürte einen gewissen Optimismus. Mein Nachbar im Stadion war der selben wohlgemuten Stimmung. Also auf gings. Doch schon nach wenigen Minuten der ersten Halbzeit zeigte sich eine Stärke der Mainzer, das blitzschnelle Umschalten in die Offensive. Zum ersten Mal in der 6. Minute. In der ersten Halbzeit führte dies nur zu einigen gefährlichen Szenen vor unserem Gehäuse. Gott, sei Dank, ohne Schaden anzurichten. Im Gegenteil in der 18. Minute setzte sich Petric gegen die Mainzer Defensive durch, der Ball gelangte zu Jansen der den Ball an die Unterkante der Latte drosch. Doch wohin sprang der Ball. Im ersten Moment der Gedanke der war nicht drin, Paolo Guerero spielte weiter, setzte sich gegen Mainzer Abwehrspieler durch schoß aber an das Außennetz. Doch was war das? Rafati unterband das Spiel und zeigte in Richtung Mittelkreis. Der Linienrichter hatte auf Tor entschieden. Babak Rafati schloß sich an und gab das Wembleytor. Wie beim Original. Der HSV vergab in der ersten Hälfte noch gute Möglichkeiten. Zwar war das Auftreten des HSV nicht überzeugend, doch das Ergebnis stimmte. Die Mainzer konnten isch lange Teit nicht über das Geschehene nicht beruhigen.

Zur zweiten Halbzeit hat Armin Veh zwei Mal gewechselt. Trochowski und Ben Hatira für Jansen und Pitroipa. Ben Hatira übernahm dabei den part von Pitroipa, der bisdahin wirkungslos geblieben war. Piotr Trochowski ging auf die sechser Position von Ze Roberto, dieser übernahm die linke offensive Mittelfeldposition von Marcel Jansen. Um nicht lange um den heißen Brei herum zu schreiben: die Wechsel gingen nach hinten los. Trochowski fiel nur ein einziges Mal bei einer schnellen und genauen Weitergabe des Balls positiv auf. Ansonsten die alt und sattsam bekannten ineffiktiven Muster. Ben Hatira hatte schon in 48. minute das 2 : 0 auf dem Fuß, zögerte jedoch zu lange. Noweski kam gerade noch dazwischen. Den abprallenden Ball konnte Petric nicht mehr erreichen.

Und so entwickelte sich ein Spiel in dem der HSV offensiver wurde und die schnellen Kontor der Mainzer immer etwas gefährlicher wurden. Praktisch im Gegenzug versuchte sich, der ebenfalls eingewechselte Lewis Holtby mit einem Distanzschuß. Dieser ging aus Sicht des Schützen flach rechts am Tor vorbei. Schon die nächste Chance der Karnevalisten bedeutete das 1 : 1. Natürlich ein Konter. Nur drei Minuten später schoß Petric nach feiner Vorarbeit von Guerero das 2 : 1. Doch wer nun glaubte, das Spiel würde sich zu Gunsten des HSV neigen, sah sich schon zwei Minuten später eines Anderen belehrt. Kacar rutschte eher unglücklich in einen Flachschuß von der rechten Außenposition des FSV. Dabei verlängerte Kacar den Ball unglücklich und unhaltbar für Rost ins lange Eck.

Zornig griff der HSV nun an. Stets von den Fans gut unterstützt. Jedoch lief er bei seinen Versuchen das dritte Tor zu markieren ins offene Messer der Mainzer. Das 3 : 2 für die Rheinland-Pfälzer schoß wiederum Schürrle (82. Minute) und zum 4 : 2 in der 88. Minute durch den eingewechselten Heller leistete Schürrle die Vorarbeit. Alle Mainzer Treffer waren das Ergebnis von Kontern.

So konnte, denn auch eine Statistik die auf den Videowänden kurz vor Schluß eingeblendet wurde nicht mehr überraschen: Ballbesitz beide Mannschaften je fünfzig Prozent. Gewonnene Zweikämpfe: HSV 39 % vs. FSV 69 %.

Veh wechselte nach dem 3 : 2 noch Ruud van Nistelrooy für Guy Demel ein, aber dieser ist gegenwärtig ein erbarmungswürdiger Schatten seiner besseren Tage.

Ob die Mannschaft heute so schlecht spielte weil wichtige Personalentscheidungen – nicht nur den Vorstand betreffend – anstehen ist eine müßige Frage. Klar ist am Ende ist Mainz als verdienter Sieger vom Platz gegangen. Fragen nach der Taktik oder den Wechseln gegen Mainz greifen meiner Meinung nach zu kurz. Es sind für mich viel mehr die Fragen der personellen Zusammenstellung des Kaders der Saison 2011/2012, nach den Spielertypen und deren Fähigkeiten der Saison 2010/2011. In dem aktuellen Kader gibt es eine stattliche Zahl von Spielern die mit Drucksituationen (siehe die Spiele in denen der HSV die Möglichkeit gehabt hat – wie heute – nach vorne zu kommen, immer wieder versagt. Nicht nur in dieser Saison.

Der NDR nennt auf seiner Online Seite 14 Spieler die in der neuen Saison sicher nicht mehr dabei sein werden. Für mich haben sich heute noch ein oder zwei Spieler hinzugesellt.

Dazu nächste Woche mehr unter Transfer (-gerüchten).

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